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Anhang zur Konzernrechnung

01 Geschäftstätigkeit

Die COMET Group ist eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Röntgen-, Hochfrequenz- und ebeam Technologie. Mit hochwertigen Komponenten, Systemen und Dienstleistungen unterstützt die Gruppe mit ihren drei Marken COMET, YXLON und ebeam Kunden dabei, die Qualität, Verlässlichkeit und Effizienz ihrer Produkte und Prozesse zu optimieren. YXLON beliefert Endkunden aus der Automobil-, Luftfahrt- und Elektronikindustrie sowie dem Energiesektor mit Röntgensystemen für die zerstörungsfreie Materialprüfung. COMET produziert Komponenten und Module wie Röntgenquellen, Vakuumkondensatoren, RF-Generatoren und Matchboxen für verarbeitende Betriebe aus der Automobil-, Luftfahrt-, Halbleiter- und Solarindustrie sowie im Bereich Sicherheit an Flughäfen. Unter der Marke ebeam entwickelt und vertreibt die Gruppe zudem kompakte ebeam Sets und ganze ebeam Systeme für die Behandlung von Oberflächen in der Lebensmittel- und Druckindustrie.

02 Konsolidierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die konsolidierte Jahresrechnung ist mit Ausnahme von bestimmten Finanzinstrumenten unter Anwendung des Prinzips historischer Kosten erstellt. Die Berichtsperioden der Tochtergesellschaften werden Ende Dezember abgeschlossen. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden dann bilanziert, wenn der zukünftige wirtschaftliche Nutzen zugunsten oder zulasten der Gruppe wahrscheinlich ist und die damit verbundenen Beträge zuverlässig bewertet werden können. Der vorliegende konsolidierte Jahresabschluss 2015 wurde in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Aktienrecht sowie mit den «International Financial Reporting Standards» (IFRS) erstellt. Dabei wurden alle per Abschlusszeitpunkt gültigen IFRS-Standards sowie sämtliche IFRIC des «International Accounting Standards Board» (IASB) angewandt. COMET wendet neue Standards und Interpretationen nicht frühzeitig an, ausser dies sei nachfolgend spezifisch erwähnt. Die angewandten Konsolidierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen bis auf die nachfolgend erläuterten Änderungen denjenigen des Vorjahrs.

02.1 Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Neu anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften

COMET hat per 1. Januar 2015 die folgenden neuen oder revidierten IFRS / IAS erstmalig angewandt:

  • IAS 19 – Änderungen – Arbeitnehmerbeiträge
  • Jährliche Verbesserungen, veröffentlicht Dezember 2013

Die erstmalige Anwendung der oben aufgeführten neuen oder geänderten Standards und Interpretationen hatte keine Auswirkung auf die Bilanz und Erfolgsrechnung des vorliegenden Abschlusses.

02.2 Künftig anzuwendende neue Rechnungslegungsvorschriften

       
Standard Beurteilung Datum derInkraftsetzung Geplante Anwendungdurch COMET
IAS 1 – Änderung – Darstellungsinitiative 1) 1. Januar 2016 Geschäftsjahr 2016
IAS 16 und IAS 38 – Änderung – Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 1) 1. Januar 2016 Geschäftsjahr 2016
IAS 27 – Änderungen – Anwendung der Equity-Methode in separaten Abschlüssen 1) 1. Januar 2016 Geschäftsjahr 2016
IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 – Änderung – Anwendung der Befreiungsregelung von der Konsolidierungspflicht 1) 1. Januar 2016 Geschäftsjahr 2016
IFRS 11 – Änderung – Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einergemeinsamen Geschäftstätigkeit 1) 1. Januar 2016 Geschäftsjahr 2016
Jährliche Verbesserungen, veröffentlicht September 2014 1) 1. Januar 2016 Geschäftsjahr 2016
IAS 7 – Änderung – Angabeninitiative 1) 1. Januar 2017 Geschäftsjahr 2017
IAS 12 – Änderung – Ansatz von Vermögenswerten aus latenten Steuern für nicht realisierte Verluste 1) 1. Januar 2017 Geschäftsjahr 2017
IFRS 9 – Finanzinstrumente 1) 1. Januar 2018 Geschäftsjahr 2018
IFRS 15 – Erlöse aus Verträgen mit Kunden 3) 1. Januar 2018 Geschäftsjahr 2018
IFRS 16 – Leasingverhältnisse 2) 1. Januar 2019 Geschäftsjahr 2019

(1) Keine oder unbedeutende Änderungen auf die konsolidierte Jahresrechnung erwartet

(2) Änderung von Ansatz und Bewertung von Leasingverhältnissen. Die genaue Auswirkung auf die Jahresrechnung wird noch abgeklärt

(3) Das neue Konzept zur Umsatzlegung in IFRS 15 kann, insbesondere im Systemgeschäft, zu Verschiebungen des Zeitpunkts der Umsatzerfassung führen. Zudem enthält der Standard umfangreiche neue Offenlegungsvorschriften. Ein Umstellungsprojekt, in dessen Rahmen die Auswirkung von IFRS 15 auf die wesentlichen Geschäftsfälle der Gruppe analysiert wird, wurde 2015 gestartet. Zum Umfang des Restatements können noch keine Angaben gemacht werden.

Schätzungen

Die Konzernrechnung der COMET Holding AG, Flamatt, Schweiz, enthält Annahmen und Schätzungen, die einen Einfluss auf die dargestellte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Diese Annahmen und Schätzungen wurden nach bestem Wissen aufgrund der im Zeitpunkt der Abschlusserstellung zur Verfügung stehenden Informationen gemacht. Die tatsächlichen Ergebnisse können jedoch von den dargestellten Werten abweichen. Den grössten Einfluss auf die Konzernrechnung haben die folgenden Schätzungen:

  • Immaterielle Werte (vgl. Anmerkung 09 und 10): Bei Akquisitionen wird der Fair Value der erworbenen Nettoaktiven (inkl. erworbener immaterieller Werte) geschätzt. Ein darüber hinaus bezahlter Mehrwert stellt Goodwill dar. Immaterielle Werte mit bestimmter Nutzungsdauer werden über den erwarteten Nutzungszeitraum abgeschrieben; solche mit unbestimmter Lebensdauer (Goodwill, Marken- und Namenrechte) werden nicht systematisch abgeschrieben, jedoch jährlich einem Impairment-Test unterzogen. Insbesondere bei der Nutzwertberechnung von Goodwill, Marken- und Namenrechten könnten Abweichungen gegenüber den Annahmen zu einer Neubeurteilung der Werthaltigkeit führen. Die Bewertung der immateriellen Werte resp. des Goodwills sowie die Schätzung der Nutzungsdauer haben einen Einfluss auf den Konzernabschluss.
  • Rückstellungen (vgl. Anmerkung 15): Rückstellungen werden nur dann erfasst, wenn die spezifischen Vorschriften von IFRS erfüllt sind. Es handelt sich dabei um wahrscheinliche Verpflichtungen aus einem vergangenen Ereignis, die nur zu einer Rückstellung führen, wenn eine zuverlässige Schätzung möglich ist. Die Bewertung von Rückstellungen erfolgt unter Einbezug aller zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung verfügbaren Informationen. Trotzdem können in den Folgeperioden erfolgswirksame Anpassungen der Rückstellungen notwendig sein.
  • Latente Steuerforderungen (vgl. Anmerkung 11) werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass zukünftige steuerbare Gewinne erwirtschaftet werden können. Dies beinhaltet Schätzungen und Annahmen, die sich nachträglich als nicht korrekt herausstellen können. Dies kann zu erfolgswirksamen Anpassungen führen.
  • Personalvorsorge (vgl. Anmerkung 16): Die Gruppe hat für ihre Mitarbeitenden Vorsorgepläne abgeschlossen, die unter IFRS als leistungsorientiert gelten. Diese leistungsorientierten Pläne werden jährlich einer Bewertung unterzogen, für die verschiedene Annahmen getroffen werden müssen. Dabei können Abweichungen der effektiven Entwicklung von den Annahmen, insbesondere für den Diskontierungszinssatz künftiger Verpflichtungen, Auswirkungen auf die Bewertung und damit auf die Vermögenslage der Gruppe haben.

Konsolidierungskreis

Der konsolidierte Jahresabschluss umfasst die Jahresrechnungen der COMET Holding AG, Herrengasse 10, 3175 Flamatt (Schweiz), und der Gesellschaften, die von der COMET Holding AG mittels direkter oder indirekter Stimmenmehrheit oder auf andere Weise beherrscht werden. Die Gesellschaften, die den Konsolidierungskreis bilden, sind im Anhang zur Jahresrechnung der COMET Holding AG (Anmerkung 02, Beteiligungen) aufgeführt.

COMET hat per 1. Mai 2015 die PCT Engineered Systems LLC, Davenport, USA zu 100 % übernommen. Die Angaben dazu sind nachfolgend unter 04 Akquisition aufgeführt. Die Erfassung der Akquisition erfolgte nach der Erwerbsmethode (purchase method). Im vorliegenden Jahresabschluss sind die Ergebnisse von PCT Engineered Systems LLC für die Zeit vom 1. Mai bis 31. Dezember 2015, also für acht Monate, enthalten.

Konsolidierungsmethode

Die konsolidierte Jahresrechnung basiert auf den nach gruppenweit einheitlichen Bewertungs- und Bilanzierungsgrundsätzen erstellten Jahresabschlüssen der einzelnen Gruppengesellschaften. Die von der COMET Group kontrollierten Gesellschaften werden nach der Methode der Vollkonsolidierung integriert. Die Aktiven und Passiven sowie Aufwand und Ertrag werden zu 100 % erfasst. Alle konzerninternen Salden und Geschäftsvorfälle sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen und Dividenden werden in voller Höhe eliminiert. Beteiligungen an Gesellschaften mit Stimmrechtsanteilen zwischen 20 % und 50 %, auf die die Gruppe einen wesentlichen Einfluss hat, über die sie aber nicht die Kontrolle ausübt, werden als «Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften» klassifiziert und gemäss der Equity-Methode bilanziert.

Akquisitionen und Goodwill

Unternehmen werden vom Zeitpunkt der Kontrollübernahme an konsolidiert und scheiden erst mit dem Verlust der effektiven Kontrolle aus. Dabei werden zum Akquisitionszeitpunkt die erkennbaren Aktiven, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zu Verkehrswerten neu bewertet und gemäss der Purchase-Methode integriert. Aus Akquisitionen werden immaterielle Werte als solche separat bilanziert, die entweder auf ein vertragliches oder gesetzliches Recht zurückzuführen sind oder vom Geschäft separiert werden können und deren Verkehrswert zuverlässig ermittelt werden kann. Der Goodwill, der sich als Überschuss der übertragenen Gesamtgegenleistung zum Fair Value der Nettoaktiven des erworbenen Tochterunternehmens ergibt, wird zum Übernahmezeitpunkt zu Anschaffungskosten bilanziert. Ist die übertragene Gesamtgegenleistung kleiner als der Fair Value der erworbenen Nettoaktiven, wird die Differenz zum Übernahmezeitpunkt erfolgswirksam im übrigen betrieblichen Ertrag erfasst. Goodwill resp. immaterielle Werte werden zum Akquisitionszeitpunkt auf diejenigen Gesellschaften alloziert, die erwartungsgemäss von der Akquisition profitieren bzw. die entsprechenden zukünftigen Cashflows generieren werden. Beim Verkauf von konsolidierten Gruppengesellschaften wird die Differenz zwischen Verkaufspreis und Nettoaktiven zuzüglich der kumulierten Umrechnungsdifferenzen als betrieblicher Erfolg in der Konzernrechnung ausgewiesen.

Fremdwährungsumrechnung

Die funktionale Währung der Konzerngesellschaften ist deren jeweilige Landeswährung. Transaktionen in einer anderen als der funktionalen Währung werden mit dem zum Transaktionszeitpunkt gültigen Umrechnungskurs umgerechnet. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden am Bilanzstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet und die sich daraus ergebenden Umrechnungsdifferenzen in der Erfolgsrechnung erfasst. Die Konzernrechnung ist in Schweizer Franken dargestellt. Die Umrechnung der Jahresrechnungen der Konzerngesellschaften erfolgt für die Erfolgsrechnung zum Durchschnittskurs und für die Bilanz zum Stichtagskurs. Die daraus entstehenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Umrechnungsdifferenzen auf konzerninternen Darlehen zur langfristigen Finanzierung von Konzerngesellschaften werden ebenfalls im sonstigen Ergebnis erfasst, sofern die Rückzahlung weder geplant noch absehbar ist.

Für die wichtigsten Währungen wurden folgende Umrechnungskurse verwendet:

             
      Stichtagskurs Durchschnittskurs
             
Fremdwährungsumrechnung     31.12.2015 31.12.2014 2015 2014
USA USD 1 1.001 0.990 0.963 0.915
Europa EUR 1 1.087 1.203 1.068 1.215
China CNY 1 0.154 0.159 0.153 0.149
Japan JPY 100 0.832 0.828 0.796 0.866
Dänemark DKK 1 0.146 0.162 0.143 0.163
Republik Korea KRW 1 000 0.853 0.909 0.851 0.869

Finanzielle Aktiven und Verbindlichkeiten

Die erstmalige Bewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt zum Fair Value inkl. Transaktionskosten, ausser bei Finanzaktiven der Kategorie «at fair value through profit and loss», bei denen Transaktionskosten direkt im Finanzaufwand erfasst werden. Alle Käufe und Verkäufe werden am Handelstag verbucht.

  • Finanzpositionen «at fair value through profit and loss»: Dazu gehören alle Derivate, Handelspositionen sowie gewisse per Designation zugeordnete Finanzaktiven und -verbindlichkeiten. Diese werden zu Verkehrswerten bilanziert. Wertänderungen werden im Finanzergebnis der betreffenden Berichtsperiode ausgewiesen.
  • Zur Veräusserung verfügbare Finanzaktiven: Diese werden zu Verkehrswerten bilanziert. Die Wertänderung wird im sonstigen Ergebnis erfasst, bis das Finanzinstrument verkauft oder im Wert beeinträchtigt ist. Zu diesem Zeitpunkt wird der kumulierte, im Eigenkapital erfasste Wert erfolgswirksam verbucht.
  • Darlehen und Forderungen sowie bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Anlagen werden nach der «effective interest method» zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
  • Übrige Finanzverbindlichkeiten: Mit Ausnahme von Derivaten werden die Finanzverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Bei Derivaten im Rahmen von Cashflow Hedges, die die Voraussetzungen von IAS 39 erfüllen, wird die Anpassung an den Marktwert bis zum Eintreffen des Grundgeschäfts lediglich im sonstigen Ergebnis erfasst. Danach erfolgt eine Umbuchung dieses Erfolgs auf das Grundgeschäft. Die Verkehrswerte werden aufgrund von Börsenkursen resp. von Marktkursen ermittelt, die bei derivativen Finanzinstrumenten von den Banken ermittelt werden. Im Geschäftsjahr und auch im Vorjahr wurde für keine Absicherungsgeschäfte Hedge Accounting nach IAS 39 angewandt. Finanzielle Aktiven werden dann ein- resp. ausgebucht, wenn COMET über diese die Kontrolle erhält resp. verliert und somit die Rechte verkauft hat oder wenn diese verfallen sind. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn diese getilgt sind.

Flüssige Mittel

Neben den Barbeständen und Kontokorrentguthaben auf Banken können die flüssigen Mittel auch Festgelder mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu drei Monaten beinhalten.

Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen Forderungen werden zu Nominalwerten ausgewiesen, abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen. Die Wertberichtigungen basieren auf einheitlichen Richtlinien, wonach für kritische Ausstände Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden.

Vorräte

Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Produktionskosten oder tieferem Nettoveräusserungswert bilanziert. Der Nettoveräusserungswert ergibt sich aus dem geschätzten üblichen Verkaufspreis abzüglich der Kosten für Fertigstellung, Marketing und Vertrieb. Rohmaterial und Fremdfabrikate werden nach der gewichteten Durchschnittsmethode bewertet, Eigenfabrikate nach den Standardherstellkosten. Anteilige Produktionsgemeinkosten sind in den Vorräten enthalten.

Umsatz und andere Erträge

Der Umsatz entspricht Verkäufen und Dienstleistungen an Dritte nach Abzug von Rabatten und anderen Preisminderungen. Der Umsatz wird zu dem Zeitpunkt erfasst, in dem Nutzen und Risiken an den verkauften Produkten auf die Kunden übergehen. Dies geschieht je nach Produkt und vereinbarten Konditionen (Incoterms) zum Zeitpunkt des Versands der Produkte oder in Einzelfällen erst bei der Bestätigung durch den Kunden (customer acceptance). Erträge werden dann bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gruppe ein wirtschaftlicher Nutzen zufliesst und die Beträge zuverlässig bewertet werden können. Als übrige Erträge werden Beiträge an Entwicklungsprojekte inkl. Entgelten für Prototypen erfasst. Zinsen werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Vermögenswerts verbucht, sofern der Anspruch nicht fraglich ist. Dividenden werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.

Zum Verkauf gehaltenes Anlagevermögen und damit verbundene Verbindlichkeiten

Darunter werden Vermögenswerte und damit zusammenhängende Verbindlichkeiten verstanden, die die Gruppe durch ein Veräusserungsgeschäft zu realisieren beabsichtigt. Es handelt sich dabei um einzelne Bilanzpositionen oder Gruppen von Bilanzpositionen. Die Umklassierung in diese Position erfolgt nur dann, wenn das Management den Verkauf beschlossen hat und ein Verkauf innerhalb eines Jahres wahrscheinlich erscheint. Die Bewertung erfolgt auf der Basis der bisherigen Buchwerte oder allenfalls zu den tieferen Verkehrswerten abzüglich Veräusserungskosten. Aktiven dieser Kategorie werden nicht mehr planmässig abgeschrieben. Erträge und Aufwendungen von nicht weitergeführten Aktivitäten werden in der Erfolgsrechnung sowie in der Vergleichsperiode gesondert ausgewiesen.

Sachanlagen

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungswerten unter Abzug kumulierter Abschreibungen bewertet. Fremdkapitalzinsen von qualifizierenden Aktiven sind Bestandteil der Anschaffungskosten. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode planmässig und systematisch über die Nutzungsdauer der Objekte. Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Wertminderungen aufgrund von Impairments werden in den Abschreibungen erfasst und separat ausgewiesen. Unterhaltskosten werden nur dann aktiviert, wenn dadurch entweder die Lebensdauer der Sachanlagen verlängert oder beispielsweise die Produktionskapazität erhöht wird. Nicht wertvermehrende Unterhalts- und Reparaturkosten werden direkt der Erfolgsrechnung belastet.

Für die planmässigen Abschreibungen werden die folgenden Nutzungsdauern angenommen:

   
Immobilien 20 – 40 Jahre
Maschinen und Apparate 6 –10 Jahre
Demoequipment 6 –10 Jahre
Mobilien und Einrichtungen 5 Jahre
Werkzeuge 3 – 5 Jahre
Fahrzeuge 5 Jahre
EDV-Hardware 3 Jahre

Immaterielle Werte

Als immaterielle Werte werden Goodwill, Marken- und Namensrechte, Kundenlisten, Technologie, Lizenzen, Patente sowie Software bilanziert. Die immateriellen Werte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und in der Regel linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Eigenentwickelte Betriebssoftware für Systeme wird auch entsprechend den produzierten Einheiten abgeschrieben, wobei der Abschreibungszeitraum im Voraus festgelegt wird. Goodwill sowie die erworbenen Marken- und Namensrechte werden nicht abgeschrieben, sondern jährlich auf ein mögliches Impairment überprüft (vgl. nachfolgenden Abschnitt «Wertminderungen im Anlagevermögen»). Der Aufwand für Amortisationen auf immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer wird in der Erfolgsrechnung unter der Aufwandskategorie erfasst, die der Funktion des immateriellen Werts in der Gruppe entspricht.

Für die planmässigen Abschreibungen werden die folgenden Nutzungsdauern angenommen:

   
Kundenlisten 10 –15 Jahre
Technologie 5 –10 Jahre
EDV-Software 3 – 5 Jahre

Rückstellungen

Rückstellungen werden nur dann bilanziert, wenn COMET eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten hat, die auf ein Ereignis in der Vergangenheit zurückzuführen ist, und wenn die Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden kann. Mögliche Verluste aus zukünftigen Ereignissen werden nicht bilanziert. Rückstellungen für allfällige Restrukturierungskosten werden bilanziert, falls ein detaillierter Plan ausgearbeitet wurde, die Kosten zuverlässig bestimmt werden können und durch einen Vertrag oder durch Kommunikation eine entsprechende Verpflichtung besteht.

Personalvorsorge «employee benefits»

Die COMET Group hat für ihre Mitarbeitenden verschiedene Vorsorgesysteme, die sich nach den örtlichen Verhältnissen der einzelnen Konzerngesellschaften unterscheiden. Die Finanzierung der Vorsorgesysteme erfolgt durch Beiträge an staatliche Vorsorgepläne, an rechtlich selbstständige Vorsorgesysteme (Stiftungen, Versicherungen) oder durch Äufnung einer entsprechenden Rückstellung in der Bilanz der betreffenden Konzerngesellschaft selbst. Bei beitragsorientierten Plänen (defined contribution plans) oder wirtschaftlich gleichgestellten Vorsorgelösungen entspricht der periodengerecht abgegrenzte Aufwand den vereinbarten Beiträgen der Konzerngesellschaft. Bei leistungsorientierten Plänen (defined benefit plans) werden die Dienstzeitaufwendungen durch aktuarische Gutachten von unabhängigen Experten gemäss der «projected unit credit method» berechnet. Die Berechnungen werden jährlich aktualisiert. Die zu bilanzierende Über- oder Unterdeckung ergibt sich aus dem durch den Aktuar bestimmten Barwert der Vorsorgeverpflichtung (DBO) abzüglich der zum Marktwert erfassten Aktiven. Eine so ermittelte Nettoverpflichtung wird grundsätzlich als Verpflichtung bilanziert. Ein allfälliger Nettoüberschuss wird nur im Ausmass des zukünftigen Nutzenpoten-zials unter Berücksichtigung der Bestimmungen von IFRIC 14 ausgewiesen. Der in der Erfolgsrechnung verbuchte Aufwand entspricht den versicherungsmathematisch ermittelten Dienstzeitaufwendungen und dem Nettozinsaufwand. Aktuarische Gewinne und Verluste ergeben sich aus erfahrungsbedingten Anpassungen (die Abweichung zwischen früheren versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung) sowie aus Änderungen der versicherungs-mathematischen Annahmen und werden im sonstigen Ergebnis erfasst.

Aktienbezogene Vergütungen

COMET leistet einen Teil der Vergütungen an den Verwaltungsrat und einen Teil der variablen Entschädigungen an das Management in Form von Aktien der COMET Holding AG. Als Aufwand erfasst wird der Wert der verdienten Aktien, bewertet zum Börsenkurs (Fair Value) am Tag der Zuteilung. Dabei erfolgt die Erfassung der Abgrenzung für ausschliesslich in Aktien zu leistende Teile der Vergütungen (equity settled) direkt im Eigenkapital. Für Teile, für die der Begünstigte ein Wahlrecht besitzt Aktien oder Geld zu beziehen, wird der Wert des Wahlrechts bestimmt und als Zunahme des Eigenkapitals erfasst und die übrige Abgrenzung als Verbindlichkeit ausgewiesen.

Dienstaltersprämien

COMET gewährt den Arbeitnehmern in der Schweiz, in Deutschland, den USA und China Dienstaltersprämien beim Erreichen von zehn Dienstjahren sowie jeweils nach fünf weiteren Jahren in Form von einmaligen, nach Anzahl Dienstjahren steigenden Beträgen. COMET erfasst die daraus resultierende Verpflichtung nach der «projected unit credit method». Die Berechnung wird jährlich aktualisiert, und allfällige versicherungstechnische Varianzen aus der Neuberechnung werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Latente Steuern

Latente Steuern werden unter Anwendung der Liability-Methode berücksichtigt. Entsprechend dieser Methodik werden die ertragssteuerlichen Auswirkungen von temporären Differenzen zwischen den gruppeninternen und den steuerlichen Bilanzwerten als langfristiges Fremdkapital bzw. übriges Anlagevermögen erfasst. Massgebend sind die tatsächlichen oder die zu erwartenden lokalen Steuersätze. Die Veränderung der latenten Steuern erfolgt über den Steueraufwand in der Erfolgsrechnung – ausser für latente Steuern, die sich auf erfolgsneutral erfasste Posten beziehen. Diese werden ebenfalls erfolgsneutral entsprechend dem ihnen zugrunde liegenden Geschäftsvorfall entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst. Passive latente Steuern werden auf allen steuerbaren temporären Differenzen berechnet, mit Ausnahme des Goodwills. Latente Steuerforderungen werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und nicht genutzte Steuergutschriften in dem Masse erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können, mit Ausnahme von:

  • latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus der erstmaligen Bilanzierung eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst;
  • latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen stehen, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren.

Dividenden

In Übereinstimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen in der Schweiz und mit den Statuten werden die Dividenden und andere Ausschüttungen an die Aktionäre in dem Geschäftsjahr, in dem sie von der Generalversammlung beschlossen und anschliessend bezahlt werden, als Ausschüttung behandelt und nicht dem Geschäftsjahr belastet, auf das sie sich beziehen.

Leasing

Mittels Leasingverträgen erworbene Sachanlagen, die die Gruppengesellschaften hinsichtlich Nutzen und Gefahr einem Eigentümer gleichsetzen, werden als Finanzleasing klassifiziert. Bei solchen Vermögenswerten werden der Verkehrswert oder der tiefere Nettobarwert der zukünftigen, unkündbaren Leasingzahlungen als Anlagevermögen bilanziert. Anlagen im Finanzleasing werden über ihre geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer oder eine allfällig kürzere Vertragsdauer abgeschrieben. Dienstleistungsverträge (insbesondere Outsourcing-Vereinbarungen), die direkt oder indirekt Bestimmungen über die Nutzung definierter Anlagen enthalten, werden bei Abschluss daraufhin überprüft, ob diese Vereinbarungen unter IFRS ein Leasingverhältnis enthalten.

Unrealisierte Gewinne aus «sale-and-lease-back»-Transaktionen, die der Definition von Finanzleasing entsprechen, werden abgegrenzt und über die Dauer des Leasingvertrags realisiert. Zahlungen aus «operating leasing» werden als Betriebsaufwand erfasst und entsprechend linear der Erfolgsrechnung belastet.

Wertminderung im Anlagevermögen (Impairment)

Die Werthaltigkeit von Sachanlagen und übrigem Anlagevermögen, einschliesslich immaterieller Werte, wird immer dann überprüft, wenn aufgrund veränderter Umstände oder Ereignisse eine Überbewertung der Buchwerte möglich scheint. Wenn der Buchwert den erzielbaren Wert übersteigt, erfolgt eine Sonderabschreibung auf diesen Wert. Der erzielbare Wert ist der Verkehrswert oder der höhere Nutzungswert, der aufgrund der diskontierten, erwarteten zukünftigen Einnahmen errechnet wird. Ein allfällig erworbener Goodwill sowie Marken- und Namensrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht systematisch abgeschrieben, sondern jährlich zum selben Zeitpunkt einem Impairment-Test unterzogen. Als Basis dazu dienen die Ergebnisse des Geschäftsjahrs, der rollierende Forecast sowie die Mittelfristplanung.

03 Segmentberichterstattung

Die Gruppe wird in den nachfolgend beschriebenen drei operativen Segmenten geführt, aufgeteilt basierend auf den angebotenen Produkten und Dienstleistungen.

  • Das Segment X-Ray & ebeam Technologies, XET entwickelt, produziert und vermarktet Metall-Keramik-Röntgenquellen sowie mobile Röntgenmodule für die zerstörungsfreie Materialprüfung und die Sicherheitsinspektion sowie ebeam Sets und ganze ebeam Systeme für die Behandlung von Oberflächen in der Lebensmittel- und Druckindustrie.
  • Das Segment Plasma Control Technologies, PCT entwickelt, produziert und vermarktet Vakuumkondensatoren, HF-Generatoren und HF-Matchboxen zur hochpräzisen Steuerung von Plasmaprozessen, z. B. für die Herstellung von Speicherchips, Flachbildschirmen und Solarpaneelen.
  • Das Segment X-Ray Systems, IXS entwickelt, produziert und vermarktet Röntgensysteme sowie Dienstleistungen für die zerstörungsfreie Materialprüfung, basierend auf Röntgentechnologie, Microfocus und Computertomografie.

Die Segmentergebnisse beinhalten alle Erträge und Aufwendungen, die einem Segment zurechenbar sind. Einzig die Kosten und Erträge der COMET Holding AG, bestimmte Zuwendungen der öffentlichen Hand sowie das Finanzergebnis und die Ertragssteuern werden nicht den Segmentergebnissen zugeteilt. Diese nicht zurechenbaren Kosten und Erträge werden in der Spalte «Corporate» ausgewiesen.

03.1 Operative Segmente

Die Aktiven und Verbindlichkeiten der Segmente beinhalten alle operativen Positionen. Nicht einem operativen Segment zugerechnet werden die Aktiven und Verbindlichkeiten der COMET Holding AG, sämtliche flüssigen Mittel, Finanzschulden sowie alle Aktiven und Passiven in Zusammenhang mit Ertragssteuern. Diese nicht zurechenbaren Aktiven und Passiven werden in der Spalte «Corporate» ausgewiesen.

             
Geschäftsjahr 2015        
in TCHF X-Ray & ebeam Technologies XET Plasma Control Technologies PCT X-Ray Systems IXS Elimination Umsatz mit anderen Segmenten Corporate Total Gruppe
Nettoumsatz            
Nettoumsatz mit Drittkunden 70 558 111 949 99 814 0 0 282 321
Umsatz mit anderen Segmenten 11 040 0 1 555 – 12 595 0 0
Total Nettoumsatz 81 598 111 949 101 369 – 12 595 0 282 321
Resultate            
Segmentergebnis – 1 391 18 583 10 406 – 217 0 27 381
Nicht direkt zugewiesene Kosten 0 0 0 0 – 1 893 – 1 893
Betriebsergebnis – 1 391 18 583 10 406 – 217 – 1 893 25 488
Finanzaufwand           – 10 159
Finanzertrag           6 750
Gewinn vor Steuern           22 079
Ertragssteuern           – 4 973
Reingewinn           17 106
             
EBITDA 3 059 21 662 13 106 – 217 – 1 893 35 718
EBITDA in % vom Umsatz 3.7 % 19.3 % 12.9 %     12.7 %
             
Aktiven und Passiven zum 31.12.2015            
Segmentaktiven 67 863 75 523 80 299 0 31 957 255 642
Segmentverbindlichkeiten – 25 400 – 7 720 – 30 654 0 – 29 663 – 93 438
Nettoaktiven 42 463 67 803 49 645 0 2 293 162 205
Übrige Segmentinformationen            
Investitionen 8 879 2 739 2 238 0 0 13 857
Abschreibungen und Amortisationen 4 450 3 079 2 700 0 0 10 230
Veränderung Rückstellungen – 475 754 – 179 0 0 101
Übriger nicht liquiditätswirksamer Aufwand / Ertrag 313 – 343 593 307 1 051 1 921
Personalbestand am Jahresende 405 336 355 0 0 1 095
             
Geschäftsjahr 2014        
in TCHF X-Ray & ebeam Technologies XET Plasma Control Technologies PCT X-Ray Systems IXS Elimination Umsatz mit anderen Segmenten Corporate Total Gruppe
Nettoumsatz            
Nettoumsatz mit Drittkunden 58 564 105 759 123 572 0 0 287 895
Umsatz mit anderen Segmenten 15 523 0 1 124 – 16 647 0 0
Total Nettoumsatz 74 087 105 759 124 696 – 16 647 0 287 895
Resultate            
Segmentergebnis 3 992 15 010 12 646 – 436 0 31 212
Nicht direkt zugewiesene Kosten 0 0 0 0 – 1 557 – 1 557
Betriebsergebnis 3 992 15 010 12 646 – 436 – 1 557 29 655
Finanzaufwand           – 4 669
Finanzertrag           3 782
Gewinn vor Steuern           28 768
Ertragssteuern           – 2 492
Reingewinn           26 277
             
EBITDA 7 327 18 316 16 115 – 436 – 1 557 39 765
EBITDA in % vom Umsatz 9.9 % 17.3 % 12.9 %     13.8 %
             
Aktiven und Passiven zum 31.12.2014            
Segmentaktiven 66 632 63 455 90 353 0 25 471 245 911
Segmentverbindlichkeiten – 11 989 – 15 619 – 27 180 0 – 31 354 – 86 143
Nettoaktiven 54 643 47 835 63 173 0 – 5 883 159 768
Übrige Segmentinformationen            
Investitionen 4 950 2 065 5 245 0 0 12 259
Abschreibungen und Amortisationen 3 335 3 307 3 469 0 0 10 110
Veränderung Rückstellungen 405 726 276 0 – 11 1 395
Übriger nicht liquiditätswirksamer Aufwand / Ertrag – 272 – 590 – 20 436 178 – 268
Personalbestand am Jahresende 298 333 355 0 0 986

Überleitung der Segmentaktiven und -verbindlichkeiten

     
in TCHF 2015 2014
Aktiven der Segmente 223 685 220 440
Flüssige Mittel 24 295 18 559
Derivate zur Fremdwährungsabsicherung 25 13
Steuerforderungen 0 432
Latente Steuerforderungen 7 633 6 459
Forderungen Dritte der COMET Holding AG 3 7
Total Aktiven 255 642 245 911
     
Verbindlichkeiten der Segmente – 63 774 – 54 788
Kurz- und langfristige Finanzschulden – 22 036 – 20 570
Derivate zur Fremdwährungsabsicherung – 320 – 633
Steuerverbindlichkeiten – 2 201 – 4 951
Latente Steuerverbindlichkeiten – 4 330 – 4 286
Verbindlichkeiten Dritte der COMET Holding AG – 777 – 914
Total Verbindlichkeiten – 93 438 – 86 143

03.2 Geografische Information

Die COMET Group vertreibt ihre Produkte und Dienstleistungen in der ganzen Welt und ist in den Ländern Schweiz, Deutschland, Dänemark, USA, China, Japan und Südkorea mit eigenen Gesellschaften vertreten. Die Zuteilung der Nettoumsätze auf Länder erfolgt auf Basis der Kundenstandorte.

     
Nettoumsätze pro Region    
in TCHF 2015 2014
Schweiz 3 396 3 015
Deutschland 27 435 27 830
Übriges Europa 37 883 40 692
Total Europa 68 714 71 537
Total USA 105 316 102 859
China 49 415 57 117
Japan 14 714 17 932
Übriges Asien 30 240 25 997
Total Asien 94 368 101 046
Übrige Welt 13 923 12 453
Total 282 321 287 895
     
Anlagevermögen pro Region    
in TCHF 2015 2014
Schweiz 57 569 52 425
Deutschland 35 211 39 911
USA 13 568 6 050
Übrige Welt 2 587 2 741
Total 108 935 101 127

03.3 Umsätze mit Grosskunden

Das Segment Plasma Control Technologies erzielte im Berichtsjahr mit seinem grössten Kunden 56.9 Mio. CHF Umsatz, was 20.1 % des Gruppenumsatzes entspricht (Vorjahr: 50.4 Mio. CHF entsprechend 17.5 %).

04 Akquisitionen

COMET hat per 1. Mai 2015 die PCT Engineered Systems LLC, Davenport, USA, zu 100 % übernommen. Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vermarktet als Systemintegrator Lösungen für die Aushärtung und Veredelung von Kunststofffolien und Druckfarben mittels ebeam. Mit der Übernahme verschafft sich COMET einen direkten Zugang zum ebeam Endkundenmarkt und erweitert ihr Produktportfolio. Die Gesellschaft wurde dem Segment X-Ray & ebeam Technologies zugewiesen.

04.1 Übernommene Nettoaktiven

Nachfolgend sind die zum Übernahmezeitpunkt identifizierten Aktiven und Verbindlichkeiten dargestellt.

     
in TCHF   Fair Value zumAkquisitionszeitpunkt -
Flüssige Mittel   321
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   1 503
Übrige Forderungen   330
Vorräte   9 836
Sachanlagen   1 491
Immaterielle Werte   6 929
Total Aktiven   20 410
Verbindlichkeiten   – 9 113
Passive Rechnungsabgrenzungen   – 428
Rückstellungen   – 66
Total Verbindlichkeiten   – 9 607
Total identifizierte Nettoaktiven zum Fair Value   10 802
Übertragene Gesamtgegenleistung   10 787
Bargain purchase, erfolgswirksam erfasst   – 15

Die geringe Differenz zwischen den identifizierten Nettoaktiven und der übertragenen Gesamtgegenleistung (Bargain Purchase) resultiert aus abweichenden Einschätzungen über die Cashflow-Entwicklung des akquirierten Geschäfts und wurde in den übrigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Die Bewertung der Aktiven und Verbindlichkeiten zum Übernahmezeitpunkt, die Purchase Price Allocation (PPA), ist definitiv. Es werden somit keine Anpassungen mehr erfolgen.

In den USA wird die Übernahme steuerlich als Asset Deal (Erwerb von Aktiven und Passiven) behandelt, daher ergeben sich zum Übernahmezeitpunkt keine latenten Steuern.

Die übernommenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hatten einen Bruttowert von 1 521 TCHF und einen Fair Value von 1 503 TCHF. Es wird erwartet, dass alle Forderungen einbringbar sind.

04.2 Kaufpreiszahlung

Der unbedingte Kaufpreis wurde in bar bezahlt und auch die künftige, bedingte Kaufpreiszahlung wird vollumfänglich in bar geleistet.

   
in TCHF Geldfluss aus Akquisition
Unbedingter Kaufpreis 6 798
Vertragliche Ablösung bestehender Schuldender übernommenen Gesellschaft 1 962
Fair Value der bedingten Kaufpreiszahlung zum Übernahmezeitpunkt 2 028
Gesamtgegenleistung 10 787
Verbindlichkeit aus bedingter Kaufpreiszahlung – 2 028
Verbindlichkeit aus Kaufpreisrückbehalt – 249
Erworbene flüssige Mittel – 321
Cashflow aus Investitionstätigkeit 8 190

Der bedingte Kaufpreis basiert auf der Earnout-Vereinbarung, unter der abhängig vom Erreichen bestimmer Auftragseingangsziele während zwölf Monaten nach der Übernahme, eine weitere Zahlung zu leisten ist. Die Bandbreite möglicher Zahlungen liegt zwischen Null und 8.0 Mio. USD. Vgl. Anmerkung 25 Finanzinstrumente für Details zur Bewertung der bedingten Kaufpreiszahlung.

04.3 Auswirkungen auf das konsolidierte Ergebnis

In der konsolidierten Erfolgsrechnung zum Jahresende sind (für die Zeit vom 1. Mai bis 31. Dezember) aus der Akquisition Umsätze von 12.5 Mio. CHF und ein Reinverlust von 2.1 Mio. CHF enthalten.

04.4 Transaktionskosten

Die angefallenen Transaktionskosten von 0.6 Mio. CHF wurden im Verwaltungs- und übrigen Betriebsaufwand erfasst und sind im Betriebsergebnis vom Segment X-Ray & ebeam Technologies enthalten.

05 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

     
in TCHF 2015 2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen brutto 41 201 50 803
Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – 1 157 – 1 377
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen netto 40 043 49 426
Rückforderbare Umsatz- und Mehrwertsteuern 1 716 3 242
Vorauszahlungen an Lieferanten 1 844 2 354
Übrige Forderungen 880 2 211
Sonstige Forderungen 4 440 7 807
Total Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 44 483 57 233

COMET bildet Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei Vorliegen von Hinweisen auf Zahlungsschwierigkeiten von Kunden.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt verändert:

     
in TCHF 2015 2014
1. Januar 1 377 892
Verwendung 0 – 8
Neubildung 316 518
Auflösung – 464 – 73
Umrechnungsdifferenzen – 71 48
31. Dezember 1 157 1 377

Zum Bilanzstichtag sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in der Höhe von 810 TCHF (Vorjahr: 534 TCHF) vollständig wertberichtigt. Die übrigen Forderungen enthalten weder überfällige noch wertberichtigte Forderungen. Die Gruppe hält keine Sicherheiten für Forderungen.

Altersstruktur der überfälligen und wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Nettobetrag)

     
in TCHF 2015 2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen netto 40 043 49 426
Weder überfällig noch wertberichtigt 30 076 39 095
Insgesamt überfällig und wertberichtigt (netto) 9 967 10 331
Überfällig und wertberichtigt (netto) 1 – 30 Tage 5 403 5 778
Überfällig und wertberichtigt (netto) 30 – 60 Tage 1 698 1 729
Überfällig und wertberichtigt (netto) > 60 Tage 2 866 2 824

06 Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

06.1 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

     
in TCHF 2015 2014
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertetesonstige Vermögenswerte    
Derivate zur Fremdwährungsabsicherung 25 13
Total erfolgswirksam zum Fair Value bewertetesonstige Vermögenswerte 25 13
     
Darlehen und Forderungen    
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 349 379
Total Darlehen und Forderungen 349 379
     
Total sonstige finanzielle Vermögenswerte 374 392
Total kurzfristig 25 13
Total langfristig 349 379

06.2 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

     
in TCHF 2015 2014
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten    
Derivate zur Fremdwährungsabsicherung 320 633
Verbindlichkeit für bedingte Kaufpreiszahlung 3 857 0
Total sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4 177 633

06.3 Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag waren folgende Devisentermingeschäfte offen:

     
in TCHF 2015 2014
Devisentermingeschäfte USD    
Kontraktwerte 14 713 13 073
Positive Wiederbeschaffungswerte 25 0
Negative Wiederbeschaffungswerte 268 631
     
Devisentermingeschäfte JPY    
Kontraktwerte 1 846 482
Positive Wiederbeschaffungswerte 0 13
Negative Wiederbeschaffungswerte 52 2

Die Gewinne und Verluste aus Devisentermingeschäften werden als Finanzertrag bzw. Finanzaufwand erfasst (vgl. Anmerkung 22). Die dargestellten Kontraktvolumen zeigen die Höhe der eingegangenen Termingeschäfte auf. Den Aktivitäten der Gruppe entsprechend haben die Devisentermingeschäfte Fälligkeiten von weniger als einem Jahr, wobei die meisten innerhalb von sechs Monaten fällig werden.

07 Warenvorräte

     
in TCHF 2015 2014
Rohmaterial und Halbfabrikate 32 566 34 619
Ware in Arbeit 16 311 10 244
Fertigfabrikate 16 943 11 758
Total Vorräte 65 820 56 621

Die Vorräte beinhalten die notwendigen Einzelwertberichtigungen für Artikel, deren Marktwert unter den Herstellkosten liegt. Der erfasste Aufwand für Wertberichtigungen von Vorräten beträgt 2.2 Mio. CHF (Vorjahr: 1.9 Mio. CHF).

08 Sachanlagen

         
Geschäftsjahr 2015        
in TCHF Immobilien Maschinen und Einrichtungen Übrige Sachanlagen Total Sachanlagen
Anschaffungswerte        
1. Januar 2015 51 176 63 984 12 699 127 860
Erwerb eines Tochterunternehmens 0 1 229 262 1 491
Zugänge 2 107 5 392 3 871 11 371
Abgänge 0 – 1 222 – 1 262 – 2 484
Umrechnungsdifferenzen – 57 – 384 – 478 – 919
31. Dezember 2015 53 226 68 999 15 093 137 318
         
Kumulierte Abschreibungen        
1. Januar 2015 20 078 45 937 7 186 73 202
Zugänge 1 681 4 342 1 701 7 724
Abgänge 0 – 1 078 – 501 – 1 579
Umrechnungsdifferenzen – 17 – 230 – 261 – 509
31. Dezember 2015 21 742 48 971 8 125 78 837
         
Nettobuchwert        
Stand 1. Januar 2015 31 098 18 047 5 513 54 658
Stand 31. Dezember 2015 31 485 20 028 6 968 58 481

Die Abgänge der übrigen Sachanlagen enthalten im Segment X-Ray Systems 826 TCHF Rückklassierungen von eigengefertigten Demoanlagen in die Vorräte, woraus kein Mittelabfluss resultierte. Der Buchwert der in den Sachanlagen enthaltenen geleasten Objekte (Finanzleasing) beläuft sich auf 410 TCHF. Die Anschaffungswerte der Immobilien enthalten 2648 TCHF, die Maschinen und Einrichtungen 1687 TCHF und die übrigen Sachanlagen 1 584 TCHF Anlagen im Bau.

         
Geschäftsjahr 2014        
in TCHF Immobilien Maschinen und Einrichtungen Übrige Sachanlagen Total Sachanlagen
Anschaffungswerte        
1. Januar 2014 50 624 58 625 14 347 123 595
Zugänge 564 7 163 1 661 9 388
Abgänge 0 – 2 420 – 3 595 – 6 015
Umrechnungsdifferenzen – 11 616 286 891
31. Dezember 2014 51 176 63 984 12 699 127 860
         
Kumulierte Abschreibungen        
1. Januar 2014 18 393 43 549 6 505 68 447
Zugänge 1 688 3 908 1 753 7 349
Abgänge 0 – 1 839 – 1 193 – 3 032
Umrechnungsdifferenzen – 3 319 121 437
31. Dezember 2014 20 078 45 937 7 186 73 202
         
Nettobuchwert        
Stand 1. Januar 2014 32 231 15 076 7 842 55 148
Stand 31. Dezember 2014 31 098 18 047 5 513 54 658

Die Abgänge der übrigen Sachanlagen enthalten im Segment X-Ray Systems 2 718 TCHF Rückklassierungen von eigengefertigten Demoanlagen in die Vorräte, woraus kein Mittelabfluss resultierte. Der Buchwert der in den Sachanlagen enthaltenen geleasten Objekte (Finanzleasing) beläuft sich auf 574 TCHF. Die Anschaffungswerte der Immobilien enthalten 541 TCHF, die Maschinen und Einrichtungen 1502 TCHF und die übrigen Sachanlagen 135 TCHF Anlagen im Bau

Zur Sicherung eigener Verpflichtungen verpfändete oder abgetretene Aktiven (belastete Aktiven)

     
in TCHF 2015 2014
Bilanzwert der verpfändeten Immobilien 28 502 30 132
Grundpfandrechte (Schuldbriefe) total nominal 30 000 30 000
Davon in Eigenbesitz – 6 000 – 6 000
Total hinterlegt zur Sicherung eigener Verpflichtungen 24 000 24 000
Beanspruchte Kredite 13 500 17 000

09 Immaterielle Werte

             
Geschäftsjahr 2015            
in TCHF Goodwill und Markenrechte Kundenlisten Technologie Software Übrige immaterielle Anlagen Total immaterielle Anlagen
Anschaffungswerte            
1. Januar 2015 29 876 24 896 2 169 13 063 39 70 042
Erwerb eines Tochterunternehmens 0 4 183 2 551 15 180 6 929
Zugänge 0 0 0 2 486 0 2 486
Abgänge 0 0 0 – 10 0 – 10
Umrechnungsdifferenzen – 2 207 – 1 254 – 43 – 395 8 – 3 891
31. Dezember 2015 27 669 27 825 4 676 15 159 227 75 556
             
Kumulierte Amortisationen            
1. Januar 2015 0 14 691 723 8 133 27 23 573
Zugänge 0 1 431 367 697 11 2 506
Abgänge 0 0 0 – 10 0 – 10
Umrechnungsdifferenzen 0 – 859 – 59 – 47 – 2 – 967
31. Dezember 2015 0 15 264 1 031 8 772 35 25 101
             
Nettobuchwert            
Stand 1. Januar 2015 29 876 10 205 1 446 4 931 12 46 469
Stand 31. Dezember 2015 27 669 12 561 3 645 6 387 192 50 454
             
Geschäftsjahr 2014            
in TCHF Goodwill und Markenrechte Kundenlisten Technologie Software Übrige immaterielle Anlagen Total immaterielle Anlagen
Anschaffungswerte            
1. Januar 2014 30 310 24 861 2 210 10 379 39 67 798
Zugänge 0 0 0 2 871 0 2 871
Abgänge 0 0 0 – 165 0 – 165
Umrechnungsdifferenzen – 434 35 – 41 – 22 – 1 – 463
31. Dezember 2014 29 876 24 896 2 169 13 063 39 70 042
             
Kumulierte Amortisationen            
1. Januar 2014 0 13 092 516 7 277 23 20 907
Zugänge 0 1 527 219 1 012 4 2 761
Abgänge 0 0 0 – 165 0 – 165
Umrechnungsdifferenzen 0 73 – 12 9 0 70
31. Dezember 2014 0 14 691 723 8 133 27 23 573
             
Nettobuchwert            
Stand 1. Januar 2014 30 310 11 769 1 694 3 102 16 46 892
Stand 31. Dezember 2014 29 876 10 205 1 446 4 931 12 46 469

Die Kategorien Goodwill und Markenrechte, Kundenlisten sowie Technologie wurden im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen aktiviert. Die verbleibenden Restnutzungsdauern der Kundenlisten betragen ein bis neun Jahre.YXLON wird als etablierte Marke nebst COMET im Sinne einer langfristigen Zweimarkenstrategie geführt. COMET geht deshalb bei der aktivierten Marke YXLON von einer unbestimmten Nutzungsdauer aus.

Im Berichtsjahr wurden bei X-Ray Systems Entwicklungs-Eigenleistungen für die neue Softwareplattform der Systeme im Umfang von 1024 TCHF (Vorjahr: 2341 TCHF) aktiviert.

10 Impairment-Test für Goodwill und immateriellen Werten mit unbestimmter Lebensdauer

Der Impairment-Test für Goodwill und die übrigen immateriellen Werte mit unbestimmter Lebensdauer wurde per 30. September 2015 durchgeführt, und entsprechend der Zuteilung der zu testenden Aktiven wurden die folgenden zwei «Cash Generating Units» auf Stufe Segment bewertet:

  • X-Ray & ebeam Technologies für das im Rahmen der YXLON Akquisition übernommene Generatorengeschäft
  • X-Ray Systems als relevante «Cash Generating Unit» für alle Aktivitäten der akquirierten YXLON Gruppe sowie für die Produktgruppe FeinFocus mit Ausnahme des Generatorengeschäfts

Der Impairment-Test basiert auf der Nutzwertmethode (value in use). Der erzielbare Betrag wurde aus dem Barwert der künftigen Cashflows ermittelt (DCF-Bewertung). Die Berechnungen basieren auf dem vom Verwaltungsrat genehmigten rollierenden Forecast sowie auf Plandaten für die Jahre 2016 bis 2020. Ausgehend von Erfahrungswerten, basiert die Planung auf Wachstumserwartungen u. a. für den Nettoumsatz und das Betriebsergebnis. Dies geschieht unter Berücksichtigung der geschätzten Marktentwicklung in den unterschiedlichen Regionen. Cash-flows jenseits der Planperiode werden mit einer Wachstumsrate von 1.5 % angenommen, was unter dem erwarteten Marktwachstum liegt. Die für die Berechnung des Nutzwerts verwendeten Annahmen entsprechen der durchschnittlichen langfristig erwarteten Wachstumsrate des operativen Geschäfts des Segments X-Ray Systems und des Generatorengeschäfts von X-Ray & ebeam Technologies. Auf das Ergebnis des Impairment-Tests haben das zugrunde gelegte Umsatzwachstum sowie die geplante Entwicklung des Betriebsergebnisses entscheidenden Einfluss.

             
  CGU X-Ray Systems CGU X-Ray & ebeam Technologies Total
             
in TCHF 2015 2014 2015 2014 2015 2014
Goodwill 18 621 20 597 6 873 6 873 25 494 27 470
Markenrechte (YXLON) 2 175 2 406 0 0 2 175 2 406
Total Buchwert 20 795 23 002 6 873 6 873 27 669 29 876
         
  CGU X-Ray Systems CGU X-Ray & ebeam Technologies
         
  2015 2014 2015 2014
Diskontierungszinssatz (WACC) vor Steuern 12.7 % 12.7 % 12.1 % 12.2 %
Wachstumsrate im Terminal Value 1.5 % 1.5 % 1.5 % 1.5 %
Inflationsrate 1.0 % 1.0 % 1.0 % 1.0 %

Sensitivitäten in Bezug auf die getroffenen Annahmen im Bewertungsmodell

Die Bewertung des Nutzungswerts der CGU X-Ray Systems ist sensitiv gegenüber folgenden Annahmen im Planungszeitraum (Planjahre 2016 bis 2020):

  • Wachstumsannahmen: Umsatzerlöse werden auf Basis von Produktgruppen für die einzelnen Regionen geplant. Für das Umsatzwachstum wird basierend auf der stabilen Ausgangslage von 2015 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 9 % (Vorjahr: 9 %) angenommen.
  • Bruttomargen: Es wird erwartet, dass sich die Bruttomarge bei steigenden Umsätzen mittelfristig auf rund 45 % (Vorjahr: 41 %) einstellt. Die Zielerreichung hängt u. a. auch von der Entwicklung der Einkaufspreise beim Material ab.
  • Wechselkurse: Die Entwicklung der Wechselkurse EUR und USD zu CHF wirken sich auf den Unternehmenswert aus. Die Planung erfolgte basierend auf Wechselkursrelationen per September 2015.
  • Diskontierungssatz (WACC): Die Kapitalkosten wurden auf der Basis der Fremdkapitalkosten (vor Steuern) sowie des langfristigen risikofreien Zinssatzes, einer Small Cap Premium und einer Marktrisikoprämie, gewichtet mit einem COMET-spezifischen Betafaktor, ermittelt.

COMET erwartet, dass eine realistische Veränderung der wesentlichen Annahmen nicht dazu führen würde, dass der erzielbare Wert unter den Buchwert fallen würde.

11 Ertragssteuern

11.1 Laufender und latenter Ertragssteueraufwand

     
in TCHF 2015 2014
Laufender Ertragssteueraufwand für das Berichtsjahr 5 204 7 181
Laufender Ertragssteueraufwand Vorjahre betreffend 374 18
Latenter Ertragssteueraufwand – 605 – 4 708
Total Ertragssteueraufwand 4 973 2 492

11.2 Analyse der Steuerbelastung

     
in TCHF 2015 2014
Gewinn vor Steuern 22 079 28 768
Erwartete Ertragssteuern zum Basissteuersatz von 28 % (Vorjahr: 28 %) 6 182 8 055
Effekt aus anderen Steuersätzen als dem Basissteuersatz 487 162
Effekt aus Steuererleichterung Kanton Freiburg – 541 – 211
Effekt aus steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen 58 112
Effekt aus Steuersatzänderung auf latenten Ertragssteuern – 201 29
Effekt aus Nichtaktivierung steuerlicher Verlustvorträge 71 246
Effekt aus Aktivierung / Nutzung früher nicht aktivierter Verlustvorträge sowie aus Steuergutschriften für Forschung und Entwicklung – 1 845 – 6 143
Effekt aus periodenfremden Etragssteuern 374 18
Effekt aus nicht rückforderbarer Quellensteuer 345 195
Übrige Effekte 43 29
Ausgewiesene Ertragssteuern 4 973 2 492
Effektiver Ertragssteuersatz in % vom Gewinn vor Steuern 22.5 % 8.7 %

Der Kanton Freiburg gewährte der COMET AG Flamatt für kantonale und kommunale Steuern eine bedingte Steuererleichterung für die Jahre 2013 bis 2022. Für 2015 betrug die Steuererleichterung 50 % (Vorjahr: 30 %). Die Höhe der Steuererleichterung ist abhängig von der erfolgreichen Entwicklung der Firma am Standort Flamatt und kann entweder 0 %, 30 % oder maximal 50 % betragen, sofern die entsprechenden Bedingungen erfüllt sind.

11.3 Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten

Die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten können wie folgt nach ihrer Herkunft aufgegliedert werden:

         
  2015 2014
in TCHF Forderungen Verbindlichkeiten Forderungen Verbindlichkeiten
Finanzinstrumente * 711 8 533 89
Warenvorräte 2 741 513 3 341 340
Sachanlagen 226 166 197 167
Immaterielle Anlagen 124 4 570 2 5 525
Personalvorsorge 0 144 0 524
Verbindlichkeiten 347 112 33 1
Passive Rechnungsabgrenzungen 1 149 20 791 0
Rückstellungen 760 1 422 2
Personalverbindlichkeiten 8 32 0 44
Übrige 324 1 119 5
Steuerliche Verlustvorträge inkl. Steuergutschriften für Forschung und Entwicklung 2 481 0 3 432 0
Total brutto latente Steuern der Konzerngesellschaften 8 870 5 567 8 870 6 697
Effekt aus Nettobilanzierung der Konzerngesellschaften – 1 237 – 1 237 – 2 411 – 2 411
Ausweis in der Konzernbilanz 7 633 4 330 6 459 4 286

* Finanzinstrumente waren im Vorjahr unter «Übrige» ausgewiesen (2014 an die neue Darstellung angepasst)

Die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sind zu lokalen Steuersätzen, die 15 % bis 39 % betragen, bewertet. Für temporäre Differenzen auf Beteiligungswerten der Konzerngesellschaften in Höhe von 50.4 Mio. CHF (Vorjahr: 47.5 Mio. CHF) wurden keine latenten Steuerverbindlichkeiten gebildet. Aus der Ausschüttung zurückbehaltener Gewinne von Tochtergesellschaften ist, ausser für zukünftige Ausschüttungen aus China, kein Einfluss auf die Ertragssteuern zu erwarten. Es bestehen keine Steuerrückstellungen für nicht rückforderbare Quellensteuern auf zukünftigen Ausschüttungen ausländischer Konzerngesellschaften an die COMET Holding AG. Die Ausschüttung von Dividenden der COMET Holding AG an ihre Aktionäre hat keinen Einfluss auf die ausgewiesenen oder künftigen Ertragssteuern.

11.4 Nachweis latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten

     
in TCHF 2015 2014
Nettoforderung / -verbindlichkeit am 1. Januar 2 173 – 3 155
Bildung und Auflösung von zeitlichen Differenzen in der Erfolgsrechnung erfasst 1 689 1 691
Erfassung latenter Steueraktiven auf Verlustvorträgen 0 3 016
Verwendung steuerlicher Verlustvorträge – 1 084 0
Latente Steuergutschriften in der Erfolgsrechnung 605 4 708
Bildung und Auflösung von zeitlichen Differenzen im sonstigen Ergebnis erfasst 251 173
Umrechnungsdifferenzen 275 447
Nettoforderung am 31. Dezember 3 303 2 173

11.5 Nicht aktivierte Steuerforderungen

Latente Steuerforderungen, einschliesslich solcher auf steuerlich verwendbaren Verlustvorträgen und zu erwartenden Steuergutschriften, werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass zukünftige Gewinne verfügbar sind, gegen die die genannten Forderungen steuerlich verwendet werden können. Es bestehen zeitliche Differenzen (vorübergehende Differenzen zwischen den Bilanzwerten gemäss IFRS und den steuerlichen Bilanzwerten), für die keine Steuerforderungen bilanziert wurden, im Umfang von 0.3 Mio. CHF (Vorjahr: 0.3 Mio. CHF). Zudem bestehen steuerliche Verlustvorträge, auf denen keine latenten Steuerforderungen erfasst wurden, wie in der Übersicht unten aufgeführt.

         
  2015 2014
in TCHF Verlustvortrag Mögliche Steuerforderung Verlustvortrag Mögliche Steuerforderung
Innerhalb 1 Jahr 0 0 0 0
In 2 bis 5 Jahren 0 0 0 0
In mehr als 5 Jahren 2 375 534 4 349 1 000
Total 2 375 534 4 349 1 000

12 Finanzverbindlichkeiten

12.1 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

     
in TCHF 2015 2014
Bankkredite mit Originallaufzeit kleiner 12 Monate 8 119 621
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Finanzleasing 168 186
Kurzfristiger Teil langfristiger Finanzverbindlichkeiten 3 000 5 750
Total kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 11 287 6 557

Die COMET Group verfügte per Ende des Berichtsjahrs über nicht beanspruchte Kreditlimiten in der Höhe von 23.1 Mio. CHF (Vorjahr: 33.7 Mio. CHF).

12.2 Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um Hypothekarkredite auf der Betriebsliegenschaft in Flamatt. Im Geschäftsjahr wurden sämtliche Zinszahlungen und Schuldentilgungen wie vertraglich vereinbart vorgenommen. Die mit den Banken vereinbarten Kreditbedingungen (financial covenants) wurden am 31. Dezember 2015 eingehalten.

     
in TCHF 2015 2014
Rückzahlung fällig in 2 bis 5 Jahren 10 795 11 107
Rückzahlung fällig in mehr als 5 Jahren 0 3 000
Zwischentotal 10 795 14 107
Nicht amortisierte Kosten – 46 – 94
Total langfristige Finanzverbindlichkeiten 10 749 14 013

Alle langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind festverzinsliche Kredite in Schweizer Franken mit fester Laufzeit. Innerhalb des nächsten Jahres zur Rückzahlung fällige Kredite mit einer Originallaufzeit von mehr als zwölf Monaten wurden in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten umgegliedert.

12.3 Verbindlichkeiten aus Finanzleasing

In den Finanzverbindlichkeiten sind Finanzleasingverbindlichkeiten mit folgender Fälligkeitsstruktur enthalten:

     
in TCHF 2015 2014
Innerhalb 1 Jahr 168 186
In 2 bis 5 Jahren 294 512
In mehr als 5 Jahren 0 0
Total Zahlungen 462 698
Abzüglich Zinsanteil – 46 – 94
Total Verbindlichkeiten aus Finanzleasing 416 603

13 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

     
in TCHF 2015 2014
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14 211 17 562
Übrige Verbindlichkeiten 3 073 3 320
Verkaufsprovisionen 3 037 3 607
Total finanzielle Verbindlichkeiten 20 321 24 489
Umsatz- und Mehrwertsteuern 927 538
Vorauszahlungen von Kunden 21 154 8 332
Sonstige Verbindlichkeiten 22 081 8 870
Total Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 42 402 33 358

14 Passive Rechnungsabgrenzungen

     
in TCHF 2015 2014
Abgegrenzte Personalkosten 4 896 9 088
Sonstige passive Rechnungsabgrenzungen 5 544 5 208
Total passive Rechnungsabgrenzungen 10 440 14 296

Die passiven Rechnungsabgrenzungen für Personalkosten beinhalten im Wesentlichen die Abgrenzung für erfolgsabhängige Vergütungen sowie Ferien- und Überzeitguthaben der Mitarbeitenden. Die sonstigen passiven Rechnungsabgren-zungen beinhalten noch zu erbringende Leistungen aus abgerechneten und als Umsatz erfassten Projekten, wie z. B. der Installation und ähnlichen nicht wesentlichen Teilen der Leistungserbringung.

15 Rückstellungen

       
Geschäftsjahr 2015      
in TCHF Garantiefälle Sonstige Rückstellungen Total Rückstellungen
1. Januar 2015 5 855 245 6 100
Erwerb eines Tochterunternehmens 66 0 66
Neubildung 1 310 149 1 459
Verwendung – 925 – 95 – 1 020
Auflösung nicht benötigter Rückstellungen – 288 – 49 – 337
Umrechnungsdifferenzen – 200 – 8 – 209
31. Dezember 2015 5 817 241 6 058
davon      
Kurzfristige Rückstellungen 5 817 176 5 993
Langfristige Rückstellungen 0 65 65

Rückstellungen werden in dem Umfang als kurzfristig klassiert, für den der Mittelabfluss innert Jahresfrist erwartet wird. Entsprechend wird der Mittelabfluss bei langfristigen Rückstellungen mehr als zwölf Monate nach Bilanzstichtag erwartet. Wenn sich ein wesentlicher Zinseffekt ergibt, wird der Mittelabfluss diskontiert. Garantierückstellungen decken das Risiko ab für bisher noch nicht aufgetretene, jedoch bis zum Ablauf der gewährten Garantiezeit noch mögliche Aufwendungen. COMET ist der Ansicht, dass dieser Betrag die erwarteten Kosten während der Garantiedauer angemessen decken wird.

16 Personalvorsorge

16.1 Leistungsorientierte Vorsorgepläne

Die COMET Group unterhält leistungsorientierte Vorsorgepläne in der Schweiz und in Deutschland. Diese unterscheiden sich entsprechend ihren Vorsorgezielen und basieren auf den rechtlichen Voraussetzungen der jeweiligen Länder.

Schweiz

Die Vorsorgepläne werden in einer rechtlich eigenständigen Vorsorgeeinrichtung verwaltet, die dem Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) unterstehen. Die Führung der Vorsorgeeinrichtung erfolgt durch eine zu gleichen Teilen aus Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern zusammengesetzten Verwaltungskommission, die verpflichtet ist, im Interesse der Planteilnehmer zu handeln. Dieses Gremium legt die Investitionsstrategie fest und fällt die Anlageentscheide.

Die Vorsorgeeinrichtung unterhält für die Mitarbeiter einen Basisplan, der die gesetzlich zwingenden Leistungen abdeckt, sowie einen Zusatzplan, der Vorsorgeleistungen für Lohnbestandteile oberhalb der gesetzlichen Bandbreite erbringt. Beide Pläne werden im Rahmen eines Anschlusses an eine Sammelstiftung eines Versicherers geführt. Damit sind Alters-, Invaliden- und Hinterlassenenleistungen versichert, das Anlagerisiko verbleibt jedoch bei der Vorsorgeeinrichtung.

Planteilnehmer sind gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Invalidität und Tod versichert. Die Leistungen sind in einem Reglement festgelegt. Es bestehen gesetzliche Minimalleistungen. Die Beiträge sind in Prozent des (versicherten) Lohns definiert. Die Altersrente ergibt sich aus dem zum Pensionierungszeitpunkt vorhandenen Altersguthaben, multipliziert mit dem reglementarischen Umwandlungssatz. Der Planteilnehmer hat die Möglichkeit, anstelle der Rente das Kapital zu beziehen. Aus dem Zusatzplan wird als Altersleistung in jedem Fall das Kapital ausbezahlt. Die Invaliden- und Hinterlassenenrenten sind als Anteil des versicherten Lohns definiert.

Deutschland

In Deutschland besteht ein geschlossener Plan mit Pensionszusagen, der keine aktiven Mitglieder mehr beinhaltet. Die Verpflichtungen aus den laufenden Rentenzahlungen sowie den aufgeschobenen Ansprüchen werden bilanziert. Zusätzlich besteht ein Altersteilzeitvertrag in der Freistellungsphase. Die Verpflichtungen der Firma ergeben sich aus den Aufstockungsleistungen (Aufstockungsbeiträge zum Altersteilzeitentgelt und zusätzliche Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung) sowie den Erfüllungsrückständen im Blockmodell (Mitarbeitende haben in der Arbeitsphase bereits eine Arbeitsleistung erbracht, für die sie nun in der Freistellungsphase entlöhnt werden).

         
Die wichtigsten versicherungsmathematischen Annahmen        
  Schweiz Deutschland
         
  2015 2014 2015 2014
Abzinsungssatz am 1. Januar 1.2 % 1.8 % 2.3 % 3.0 %
Abzinsungssatz am 31. Dezember 0.7 % 1.2 % 2.0 % 2.3 %
Erwartete Lohnerhöhungen 1.0 % 1.0 %
Lebenserwartung, basierend auf BVG 2010 GT BVG 2010 GT Heubeck 2005 GT Heubeck 2005 GT

Nachweis der Veränderung des Barwerts der Vorsorgeverpflichtung, des Plan-vermögens und des Nettobuchwerts aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen

         
Geschäftsjahr 2015        
in TCHF Barwert der Vorsorgeverpflichtung Wert des Planvermögens Anpassung aufgrund IAS 19.57(b) Nettobuchwert aus leistungsorientierten Plänen
1. Januar – 49 167 51 326 0 2 159
Laufender Dienstzeitaufwand – 2 295 0 0 – 2 295
Zinsaufwand / -ertrag – 636 653 0 17
Total in der Erfolgsrechnung erfasster Aufwand – 2 931 653 0 – 2 278
Ertrag aus dem Planvermögen exkl. Zinsertrag 0 1 615 0 1 615
Versicherungsmathematische Verluste aus Änderung finanzieller Annahmen – 2 112 0 0 – 2 112
Versicherungsmathematische Verluste aus Änderung der demografischen Annahmen – 716     – 716
Versicherungsmathematische Verluste aus erfahrungsbedingter Anpassung – 612 0 0 – 612
Total im sonstigen Ergebnis erfasster Vorsorgeaufwand – 3 440 1 615 0 – 1 825
Ein- und ausbezahlte Leistungen – 317 341   24
Arbeitnehmerbeiträge – 1 553 1 553  
Arbeitgeberbeiträge 0 2 124   2 124
Umrechnungsdifferenzen 244 – 153   91
31. Dezember – 57 164 57 459 0 295
Davon bilanziert als Aktiven       997
Davon bilanziert als Passiven       – 702

Die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung beträgt 13.4 Jahre.

         
Geschäftsjahr 2014        
in TCHF Barwert der Vorsorgeverpflichtung Wert des Planvermögens Anpassung aufgrund IAS 19.57(b) Nettobuchwert aus leistungsorientierten Plänen
1. Januar – 41 619 45 251 – 781 2 851
Laufender Dienstzeitaufwand – 1 818 0 0 – 1 818
Zinsaufwand / -ertrag – 809 865 – 14 41
Total in der Erfolgsrechnung erfasster Aufwand – 2 627 865 – 14 – 1 777
Ertrag aus dem Planvermögen exkl. Zinsertrag 0 1 893 0 1 893
Versicherungsmathematische Verluste aus Änderung finanzieller Annahmen – 2 163 0 0 – 2 163
Versicherungsmathematische Gewinne aus erfahrungsbedingter Anpassung – 1 414 0 795 – 619
Total im sonstigen Ergebnis erfasster Vorsorgeaufwand – 3 578 1 893 795 – 889
Ein- und ausbezahlte Leistungen 34 – 23   11
Arbeitnehmerbeiträge – 1 424 1 424  
Arbeitgeberbeiträge 0 1 946   1 946
Umrechnungsdifferenzen 48 – 31   17
31. Dezember – 49 167 51 326 0 2 159
Davon bilanziert als Aktiven       3 084
Davon bilanziert als Passiven       – 925
         
Wichtigste Zahlen pro Land        
  Schweiz Deutschland
         
in TCHF 2015 2014 2015 2014
Barwert der Vorsorgeverpflichtung – 55 150 – 46 667 – 2 014 – 2 500
Wert des Planvermögens 56 148 49 751 1 311 1 575
Nettobuchwert aus leistungsorientierten Plänen 997 3 084 – 702 – 925
         
Total in der Erfolgsrechnung erfasster Aufwand / Ertrag – 2 314 – 1 869 36 92
Total im sonstigen Ergebnis erfasster Vorsorgeaufwand / -ertrag – 1 896 – 743 71 – 146

Die erwarteten Arbeitgeberbeiträge für das Geschäftsjahr 2016 für die Pläne in der Schweiz betragen 2184 TCHF.

     
Hauptkategorien des Planvermögens    
in TCHF 2015 2014
Geld und geldnahe Mittel 4 863 6 371
Beteiligungspapiere 13 909 13 636
Schuldinstrumente 28 649 22 868
Immobilien 8 726 6 877
Total Planvermögen zu Marktwerten 56 148 49 751
Übrige Vermögenswerte 1 311 1 575
Total ohne Marktwerte 1 311 1 575
Total Planvermögen 57 459 51 326

COMET nutzt keine Liegenschaften der Vorsorgeeinrichtungen.

Sensitivitäten

In der nachstehenden Übersicht wird aufgezeigt, wie der Barwert der Vorsorgeverpflichtung bei den aufgeführten Änderungen der versicherungsmathematischen Annahmen ausgefallen wäre.

         
Sensitivität des Barwerts der Vorsorgeverpflichtung auf verschiedene Szenarien        
  Schweiz Deutschland
         
in TCHF 2015 2014 2015 2014
Abzinsungssatz – 0.25 % 57 087 48 154 2 075 2 585
Abzinsungssatz + 0.25 % 53 346 45 269 1 941 2 419
Erwartete Lohnerhöhung – 0.25 % 54 998 46 458 2 006 2 500
Erwartete Lohnerhöhung + 0.25 % 55 293 46 836 2 006 2 500
Lebenserwartung + 1 Jahr 55 647 47 046 2 088 2 579
Lebenserwartung – 1 Jahr 54 656 46 287 1 924 2 419

16.2 Beitragsorientierte Vorsorgepläne

Die bezahlten Beiträge für beitragsorientierte Pläne beliefen sich auf 3875 TCHF (Vorjahr: 2 753 TCHF).

16.3 Dienstaltersprämien

COMET gewährt den Arbeitnehmern in der Schweiz, in Deutschland, den USA und China Dienstaltersprämien beim Erreichen von zehn Dienstjahren sowie jeweils nach fünf weiteren Jahren in der Form von einmaligen, nach Anzahl Dienstjahren steigenden Beträgen. Die entsprechende Rückstellung hat sich im Geschäftsjahr wie folgt verändert:

     
in TCHF 2015 2014
Rückstellung am 1. Januar 1 024 856
Laufender Dienstzeitaufwand 181 164
Zinsaufwand 15 20
Ausbezahlte Leistungen – 144 – 77
Versicherungsmathematische Verluste 59 66
Wechselkursänderungen – 42 – 5
Rückstellung am 31. Dezember 1 093 1 024

17 Nettoumsatz

Der Umsatz aus Verkäufen und Dienstleistungen an Dritte wird netto ausgewiesen. Verkaufsrabatte, Umsatz- oder Mehrwertsteuern sowie Gutschriften oder Retouren werden vom Umsatz in Abzug gebracht. Der Umsatz des Geschäftsjahrs enthält keine Beträge aus laufenden nach der Percentage-of-Completion-Methode erfassten Kundenprojekten (Vorjahr: keine).

18 Übrige betriebliche Erträge

     
in TCHF 2015 2014
Kundenbeteiligungen an Entwicklungsprojekten 3 094 2 704
Zuwendungen der öffentlichen Hand 124 337
Erlös aus Verkauf von Prototypen 2 257 1 587
Diverse Erträge 64 21
Total übrige betriebliche Erträge 5 539 4 649

19 Personalaufwand und Anzahl Mitarbeitende

19.1 Personalaufwand

     
in TCHF 2015 2014
Löhne und Gehälter 83 854 83 601
Sozialleistungen 14 181 12 954
Total Personalaufwand 98 035 96 555

19.2 Anzahl Mitarbeitende

     
  2015 2014
Anzahl Mitarbeitende (Ende Jahr) 1 095 986
Durchschnittlicher Personalbestand in Vollzeitstellen 1 014 909

20 Entwicklungsaufwand

Der Entwicklungsaufwand beinhaltet die Kosten für Neu- und Weiterentwicklung von Produkten sowie die Aufwendungen für die Verfahrenstechnik. Die Entwicklungsschwerpunkte der COMET Group liegen auf den Gebieten der Vakuumtechnologie, Hochspannungstechnik und Materialwissenschaft sowie auf den Kernprodukten Röntgenröhre und Vakuumkondensator. Aufgrund der Unsicherheit über die zukünftige wirtschaftliche Verwertbarkeit der Entwicklungsprojekte werden Entwicklungskosten grundsätzlich nicht aktiviert, sondern direkt der Erfolgsrechnung belastet. Im Berichtsjahr wurden bei X-Ray Systems EntwicklungsEigenleistungen für die neue Softwareplattform der Systeme im Umfang von 1024 TCHF (Vorjahr: 2341 TCHF) aktiviert. Diese Softwareentwicklung wurde 2015 abgeschlossen.

21 Amortisationen und Abschreibungen

     
in TCHF 2015 2014
Amortisationen (Abschreibungen auf immateriellem Anlagevermögen) 2 506 2 761
Abschreibungen auf Sachanlagen 7 724 7 349
Total Amortisationen und Abschreibungen 10 230 10 110

22 Finanzergebnis

     
in TCHF 2015 2014
Zinsaufwand 1 036 1 211
Verluste auf Derivaten zur Währungsabsicherung 1 445 1 448
Fremdwährungsverluste 7 677 2 009
Total Finanzaufwand 10 159 4 669
     
in TCHF 2015 2014
Zinsertrag 11 21
Gewinne auf Derivaten zur Währungsabsicherung 459 1 263
Fremdwährungsgewinne 6 279 2 498
Total Finanzertrag 6 750 3 782
     
in TCHF 2015 2014
Nettozinsaufwand 1 024 1 190
Fremdwährungsverluste / -gewinne, netto 2 384 – 303

Währungsgewinne und -verluste betreffen überwiegend US-Dollar- und Euro-Positionen.

23 Gewinn pro Aktie

Der unverwässerte Gewinn pro Aktie errechnet sich aus dem konsolidierten Reingewinn der Berichtsperiode, dividiert durch die durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien.

     
  2015 2014
Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien 773 078 771 237
Reingewinn in TCHF 17 106 26 277
Reingewinn pro Aktie in CHF, verwässert und unverwässert 22.13 34.07

Es bestehen keine ausstehenden Aktienoptionen oder Aktienbezugsrechte, die zu einer Verwässerung des Gewinns pro Aktie führen könnten.

24 Ausserbilanzgeschäfte

24.1 Eventualverbindlichkeiten

Als international tätiges Unternehmen ist COMET einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Dazu können insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Patentrecht, Steuerrecht und Wettbewerbsrecht gehören. Die Ergebnisse von gegenwärtig hängigen bzw. künftigen Verfahren können nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden, sodass Aufwendungen entstehen können, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind und daher Auswirkungen auf das Geschäft und zukünftige Ergebnisse haben können.

Sofern eine zuverlässige Schätzung der finanziellen Folgen eines vergangenen Ereignisses möglich ist und diese durch sachverständige Dritte bestätigt werden kann, wird eine entsprechende Rückstellung gebildet. Eventualverbindlichkeiten, die wahrscheinlich zu einer Verpflichtung führen werden, sind unter Rückstellungen bilanziert.

COMET hat im Jahr 2006 eine Liegenschaft in der Schweiz verkauft, die im Kataster der belasteten Standorte aufgeführt ist. Obwohl die Fachleute kurz- bis mittelfristig keine wesentliche Veränderung der Situation erwarten, muss der Standort regelmässig mittels Probebohrungen überwacht werden. Ergeben die Resultate der Grundwasserproben im Rahmen der Überwachung keine neuen, signifikant schlechteren Erkenntnisse, werden per Ende 2019 sämtliche Überwachungsaktivitäten eingestellt. Der Standort wäre danach auch nicht mehr überwachungsbedürftig. Eine abschliessende Beurteilung des Sachverhaltes sowie eine Abschätzung allfälliger, noch nicht zurückgestellter zusätzlicher Kosten ist aus heutiger Sicht nicht möglich. COMET ist aufgrund der bisherigen Resultate der Grundwasserproben der Meinung, dass zum heutigen Zeitpunkt mit keinen wesentlichen Kostenfolgen zu rechnen ist.

24.2 Weitere nicht bilanzierte Verpflichtungen

Im Rahmen ihrer operativen Tätigkeit hat die COMET Group langfristige Miet- und Leasingverträge abgeschlossen, aus denen sich Zahlungsverpflichtungen mit folgenden Fälligkeiten ergeben:

     
in TCHF 2015 2014
Innerhalb 1 Jahr 3 245 3 036
In 2 bis 5 Jahren 4 292 5 546
In mehr als 5 Jahren 24
Total Zahlungen 7 538 8 606

Die Zahlungsverpflichtungen entstehen aus nicht bilanzierungspflichtigen «Operating-Leasing»-Verträgen für Geschäftsräumlichkeiten sowie Strassenfahrzeuge, Büromaschinen usw. Der im Geschäftsjahr erfasste Aufwand für «Operating-Leasing» beträgt 3 583 TCHF (Vorjahr: 3 559 TCHF).

25 Finanzinstrumente

25.1 Klassen von Finanzinstrumenten

           
Geschäftsjahr 2015          
in TCHF Finanzaktiven Finanzpassiven  
  «Held for trading» Darlehen und Forderungen «Held for trading» zu fortgeführten Anschaffungskosten Marktwerte
           
Flüssige Mittel   24 295     *
Forderungen   40 043     *
Derivative Finanzinstrumente 25       25
Finanzanlagen   349     *
Kurzfristige Finanzschulden       11 287 11 336
Verbindlichkeiten       20 321 *
Derivative Finanzinstrumente     320   320
Verbindlichkeit für bedingte Kaufpreiszahlung     3 857   3 857
Langfristige Finanzschulden (fester Zinssatz)       10 749 11 711
           
Zinsertrag / -aufwand 0 11 0 – 1 036  
Gewinn / Verlust aus Derivaten 459 0 – 1 445 0  
Veränderung Wertberichtigung und Verluste auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   148      
Total in der Erfolgsrechnung erfasster Nettogewinn / -verlust 459 159 – 1 445 – 1 036  

* Der Buchwert entspricht näherungsweise dem Marktwert.

Es bestehen keine zur Veräusserung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte (available-for-sale financial assets) und bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen (held-to-maturity investments). IFRS schreibt vor, dass alle zum Marktwert bilanzierten Finanzinstrumente und alle Angaben der Marktwerte nach drei Klassen zu kategorisieren sind (Level 1: aktive Märkte; Level 2: aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitete Verkehrswerte; Level 3: aus Modellen entwickelte Verkehrswerte). COMET hat einzig derivative Finanzinstrumente aus Währungsabsicherung und die Verbindlichkeit aus der bedingten Kaufpreiszahlung für die Akquisition der PCT Engineered Systems LLC zu Verkehrswerten erfasst. Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente entspricht Level 2 und die der Verbindlichkeit für die bedingte Kaufpreiszahlung Level 3 der IFRS-13-Bewertungshierarchie.

           
Geschäftsjahr 2014          
in TCHF Finanzaktiven Finanzpassiven  
  «Held for trading» Darlehen und Forderungen «Held for trading» zu fortgeführten Anschaffungskosten Marktwerte
           
Flüssige Mittel   18 559     *
Forderungen   49 426     *
Derivative Finanzinstrumente 13       13
Finanzanlagen   379     *
Kurzfristige Finanzschulden       6 557 6 675
Verbindlichkeiten       24 489 *
Derivative Finanzinstrumente     633   633
Langfristige Finanzschulden (fester Zinssatz)       14 013 15 408
           
Zinsertrag / -aufwand 0 21 0 – 1 211  
Gewinn / Verlust aus Derivaten 1 263 0 – 1 448 0  
Veränderung Wertberichtigung und Verluste auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   – 445      
Total in der Erfolgsrechnung erfasster Nettogewinn / -verlust 1 263 – 424 – 1 448 – 1 211  

* Der Buchwert entspricht näherungsweise dem Marktwert.

Die im Vertrag zum Kauf der PCT Engineered Systems LLC, Davenport, USA vereinbarte bedingte Kaufpreiszahlung ist abhängig vom Erreichen bestimmter Schwellenwerte im Auftragseingang der nächsten zwölf Monate. Abhängig vom im Zeitraum vom 1. Mai 2015 bis 30. April 2016 tatsächlich gebuchten Auftragseingang und den dabei erzielten Planmargen, wird eine weitere Kaufpreiszahlung zwischen Null und 8 Mio. USD fällig.

Die in die Bewertung eingeflossenen unbeobachtbaren wesentlichen Parameter sind die Wahrscheinlichkeit der zu erwartenden Auftragseingänge und die sich daraus ergebenden möglichen Zahlungen, die zwischen 2.0 und 5.0 Mio. USD angenommen wurden, sowie der Diskontsatz von 11.3 %.

Entwicklung der Verbindlichkeit für bedingte Kaufpreiszahlung:

   
in TCHF Verbindlichkeit aus bedingtem Kaufpreis
Fair Value zum Akquisitionszeitpunkt 2 028
Unrealisierte Fair-Value-Anpassung im 2. Halbjahr 2015 * 1 482
Währungsumrechnung und Aufzinsung 347
Verbindlichkeit am 31. Dezember 2015 3 857

* im Segment XET in «Verwaltungs- und übriger Betriebsaufwand» erfasst

25.2 Marktwerte der Finanzinstrumente

Abweichungen zwischen Marktwerten und Buchwerten ergeben sich einzig für die festverzinslichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Die Bestimmung der Marktwerte erfolgt durch das Abdiskontieren der künftigen Cashflows zum am Jahresende herrschenden Zinsniveau. Die Zins-Spreads werden dabei wie in den zuletzt aufgenommenen bzw. erneuerten Krediten eingesetzt.

26 Management von Finanzrisiken

COMET ist in verschiedenen Ländern mit eigenen Gesellschaften vertreten und exportiert zusätzlich in andere Länder. Die Gruppe ist als international tätiges Unternehmen unterschiedlichen Finanzrisiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln der Gruppe verbunden sind. COMET ist dabei bestrebt, unangemessene Risiken im Finanzbereich zu vermeiden resp. diese durch eine geeignete Absicherung zu minimieren. Die Grundzüge des Risikomanagements sind Bestandteil der Unternehmensstrategie. Mit klar definierten Managementinformations- und Kontrollsystemen werden Risiken gemessen, überwacht und kontrolliert. Ein ausführliches Reporting dazu wird regelmässig erstellt.

26.1 Eigenkapitalmanagement

Vorrangiges Ziel ist es, im Rahmen der Kapitalbewirtschaftung sicherzustellen, dass zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit eine hohe Bonität und eine dem Unternehmensrisiko angemessene Eigenkapitalquote bestehen. COMET steuert im Spannungsfeld von Liquiditätsbedürfnissen, Wachstums- und Rentabilitätszielen die Kapitalstruktur der Gruppe unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der erreichten und geplanten Geschäftsergebnisse. Basierend darauf schlägt der Verwaltungsrat Dividendenzahlungen oder Kapitalrückzahlungen an die Aktionäre vor oder empfiehlt die Erhöhung des Aktienkapitals.

COMET überwacht und beurteilt ihre Kapitalstruktur mittels der Kennzahlen Nettoverschuldung und Eigenkapitalquote mit dem Ziel, dass die Kapitalstruktur das Geschäftsrisiko deckt und die finanzielle Flexibilität der Gruppe erhalten bleibt.

     
in TCHF 2015 2014
Kurzfristige Finanzschulden 11 287 6 557
+ Langfristige Finanzschulden 10 749 14 013
./. Flüssige Mittel 24 295 18 559
Nettoverschuldung – 2 259 2 010
     
EBITDA 35 718 39 765
Verschuldungsfaktor (Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA) – 0.1 0.1
     
Eigenkapital 162 205 159 768
Eigenkapital in % der Bilanzsumme 63.4 % 65.0 %

26.2 Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten

COMET ist einer Vielzahl von Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten ausgesetzt. Diese lassen sich in Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken gliedern.

26.2.1 Marktrisiko

Als Marktrisiken werden die Risiken aus Preisänderungen von Finanzanlagen, Fremdwährungen, Zinsen und an Börsen gehandelten Rohstoffen (Commodities) bezeichnet. Als produzierende Gruppe ist COMET grundsätzlich den Preisänderungsrisiken von Rohstoffen (z. B. Energie, Kupfer, Keramik usw.) ausgesetzt, die jedoch nicht als finanzielle Risiken im Sinne von IFRS 7 gelten, da Rohstoffe einzig zur Herstellung von Produkten beschafft werden und nicht mit entsprechenden Kontrakten gehandelt wird. Demnach werden diese Risiken nicht explizit ermittelt und im Konzernabschluss auch nicht separat ausgewiesen.

Fremdwährungsrisiko

Durch die weltweite Tätigkeit und globale Ausrichtung ist die stark exportorientierte COMET Group in besonderem Masse Fremdwährungsrisiken ausgesetzt, da Erlöse und Kosten in unterschiedlichen Währungen anfallen. Das aus dem operativen Geschäft anfallende Fremdwährungsrisiko wird vermindert, indem Einkäufe und Verkäufe wo möglich in lokaler Währung getätigt werden (Natural Hedging). Um sich gegen Wechselkursänderungen abzusichern, werden im Segment X-Ray Systems grössere Aufträge in Fremdwährungen bereits bei Bestellungseingang mittels Devisentermintransaktionen abgesichert. Die Segmente X-Ray & ebeam Technologies und Plasma Control Technologies sichern pauschal einen Grossteil der erwarteten Cashflows bis zu einem Zeithorizont von einem Jahr in Fremdwährung mit Devisentermingeschäften ab. Da COMET nur Cashflows absichert, bestehen für Nettoinvestitionen in ausländischen Gruppengesellschaften keine Absicherungsinstrumente. In der nachstehenden Tabelle ist die Sensitivität des Ergebnisses vor Steuern und des Eigenkapitals gegenüber einer möglichen Veränderung der für COMET wesentlichen Wechselkurse ersichtlich, wobei alle übrigen Variablen unverändert bleiben. Die wichtigsten monetären Fremdwährungspositionen in den Bilanzen der Gruppengesellschaften betreffen den Euro und den US-Dollar. Für die Veränderung der Wechselkurse in Prozent wurde auf einer geschätzten möglichen Schwankungsbreite abgestellt.

       
Geschäftsjahr 2015      
  Erhöhung in % Effekt auf Ergebnis vor Steuern in TCHF Effekt auf Eigenkapital in TCHF
EUR / CHF + 10 + 2 293 + 5 355
USD / CHF + 10 + 575 + 1 905
       
Geschäftsjahr 2014      
  Erhöhung in % Effekt auf Ergebnis vor Steuern in TCHF Effekt auf Eigenkapital in TCHF
EUR / CHF + 10 + 3 616 + 3 685
USD / CHF + 10 + 1 342 + 967

Eine Reduktion der Wechselkurse in gleicher Höhe ergibt dieselbe Auswirkung mit umgekehrtem Effekt. Die Sensitivitätsanalyse umfasst einzig monetäre Bilanzpositionen, die in Bezug auf die funktionale Währung der Gruppengesellschaft in Fremdwährungen ausgeglichen werden.

Zinsrisiko

Durch die Fremdfinanzierung ist COMET dem Risiko sich ändernder Zinssätze ausgesetzt. Da die Darlehen der COMET Group zu einem hohen Anteil fixierte Zinsen haben, ergibt sich kurzfristig aus Änderungen der Marktzinsen kein wesentlicher Einfluss auf die zu bezahlenden Zinsen und damit auf die Erfolgsrechnung. Da die Bewertung sämtlicher Darlehen zu amortisierten Kosten (amortized costs) erfolgt, hatten Änderungen der Marktzinsen sowohl im Berichts- wie auch im Vorjahr keinen direkten Einfluss auf die bilanzierten Werte der Darlehen und somit auch nicht auf das Ergebnis vor Steuern oder das Eigenkapital. Die auf Basis der aktuellen Zinssituation berechneten Marktwerte der langfristigen Finanzschulden sind indikativ in der Anmerkung 25.1 ersichtlich.

26.2.2 Kreditrisiko

Das Kreditrisiko ist das Risiko, dass eine Gegenpartei nicht willens oder in der Lage sein könnte, ihren Verbindlichkeiten nachzukommen. COMET arbeitet aus diesem Grund mit verschiedenen etablierten Banken zusammen und verteilt das Risiko so weit als notwendig und sinnvoll.

Bankgeschäfte: Die COMET Group verteilt ihre flüssigen Mittel auf unterschiedliche Banken, um Verluste aus Kreditrisiken zu minimieren. Bankgeschäfte werden ausschliesslich mit national und international renommierten Banken geführt. Die Art der Geschäfte, die durch Tochtergesellschaften getätigt werden können, wird zentral festgelegt. Die nachfolgende Tabelle zeigt den Bestand bei den vier wichtigsten Gegenparteien zum Bilanzstichtag:

         
    2015   2014
in TCHF Rating * Bestand Rating * Bestand
Bank A BBB+ 3 062 A 4 122
Bank B BBB- 7 144 A 2 267
Bank C A 3 489 A 5 271
Bank D A- 4 326 A 3 234
Übrige Gegenparteien   6 273   3 666
Total Bankguthaben   24 295   18 559

* Langfristiges Kreditrating Standard & Poor's

Kundenguthaben: COMET ist weltweit tätig und verkauft ihre Produkte in verschiedene Länder an eine Vielzahl von Kunden. Dadurch bestehen keine unverhältnismässigen Klumpenrisiken, weder in einzelnen Ländern noch bezogen auf einzelne Kunden. Die Zahlungskonditionen unterscheiden sich je nach Absatzmärkten und Kunden. Die Kreditlimiten und Zahlungseingänge je Kunde werden von den einzelnen Gruppengesellschaften überwacht und das Resultat wird in Form von monatlichen Sonderberichten dem Gruppenmanagement zur Verfügung gestellt. Dem vermuteten Ausfallrisiko wird durch Wertberichtigungen in angemessener Weise Rechnung getragen. Forderungen werden nur ausgebucht, wenn mit grosser anzunehmender Sicherheit keine Zahlung mehr erwartet werden kann. Detaillierte Angaben zu den Wertberichtigungen auf Forderungen und deren Entwicklung finden sich in Anmerkung 05.

26.2.3 Liquiditätsrisiko

Als Liquiditätsrisiko verstehen wir die Gefahr, dass COMET zu irgendeinem Zeitpunkt ihren finanziellen Verbindlichkeiten nicht fristgerecht oder vollumfänglich nachkommen kann. Das oberste Ziel des Finanzmanagements ist die dauernde Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gruppe. Dazu werden, basierend auf der Liquiditätsplanung, stets ausreichend flüssige Mittel und Kreditlinien gehalten, um Liquiditätsengpässe zu vermeiden. Zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit gehört auch das aktive Management des Nettoumlaufvermögens. Die Kreditwürdigkeit der Gruppe wird durch die Überwachung des Verschuldungsfaktors, ausgedrückt als Verhältnis der Nettoverschuldung zum EBITDA, sichergestellt. Die Liquiditätsplanung und -beschaffung wird weitgehend zentral für die gesamte Gruppe durchgeführt. Monatlich wird basierend auf einem dezentralen Bottom-up-Ansatz eine rollende Liquiditätsplanung über einen Planhorizont von drei Monaten erstellt. Die langfristige Finanzierung der Tochtergesellschaften wird im Normalfall über Darlehen der COMET Holding AG sichergestellt. Eine Auflistung sämtlicher vertraglich vereinbarten Zahlungsverpflichtungen zum Bilanzstichtag ergibt auf nicht diskontierter Basis das folgende Bild:

           
Geschäftsjahr 2015          
in TCHF Buchwerte Mittelabflüsse
    Total in 2016 2017 – 2020 nach 2020
           
Finanzschulden 22 036 22 232 10 527 11 705 0
Verbindlichkeiten 20 321 20 321 20 321 0 0
Verbindlichkeit für bedingte Kaufpreiszahlung 3 857 3 857 3 857 0 0
Derivate (negative Wiederbeschaffungswerte) 320 320 320 0 0
Total 46 533 46 730 35 024 11 705 0
           
Geschäftsjahr 2014          
in TCHF Buchwerte Mittelabflüsse
    Total in 2015 2016 – 2019 nach 2019
           
Finanzschulden 20 570 22 130 6 682 12 346 3 102
Verbindlichkeiten 24 489 24 489 24 489 0 0
Derivate (negative Wiederbeschaffungswerte) 633 633 633 0 0
Total 45 692 47 252 31 804 12 346 3 102

Die Finanzschulden enthalten den Nominalwert der kurz- und langfristigen Schulden sowie die vertraglich vereinbarten Zinszahlungen.

Die wesentlichen Annahmen der Liquiditätsübersicht sind:

  • Bei variabel verzinslichen Schulden wird auf die zum Bilanzstichtag gültigen Zinssätze abgestellt.
  • Alle Werte in Fremdwährungen werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
  • Als Fälligkeitstermin wird das frühestmögliche Datum angenommen.

Das den derivativen Finanzinstrumenten zugrunde liegende Kontraktvolumen ist in Anmerkung 06.3 ersichtlich.

27 Kapitalstruktur und Aktionäre

Ordentliches Aktienkapital

Per 1. Januar 2015 bestand ein ordentliches Aktienkapital in der Höhe von 7 720 660 CHF, eingeteilt in 772 066 Namenaktien mit einem Nominalwert von jeweils 10 CHF. Im Geschäftsjahr 2015 wurde das Aktienkapital um 1 735 Aktien aus dem bedingten Aktienkapital erhöht. Unter Berücksichtigung der Zuteilung von 1 735 Aktien aus dem bedingten Aktienkapital beträgt das ordentliche Aktienkapital der COMET Holding AG per 31. Dezember 2015 somit neu 7 738 010 CHF, eingeteilt in 773 801 Namenaktien mit einem Nominalwert von jeweils 10 CHF. Das Aktienkapital ist vollständig einbezahlt. Der Verwaltungsrat hat an seiner Sitzung vom 13. August 2015 festgestellt, dass die Kapitalerhöhung aus dem bedingten Aktienkapital ordnungsgemäss durchgeführt worden ist. Die entsprechende Anpassung im Handelsregister der COMET Holding AG wurde vorgenommen.

         
    2015   2014
  Anzahl Aktien Aktienkapital in CHF Anzahl Aktien Aktienkapital in CHF
1. Januar 772 066 7 720 660 770 088 7 700 880
Kapitalerhöhung aus dem bedingten Aktienkapitel 1 735 17 350 1 978 19 780
31. Dezember 773 801 7 738 010 772 066 7 720 660

Zum Bilanzstichtag wurden durch die COMET Holding AG keine eigenen Aktien gehalten (Vorjahr: keine).

Bedingtes Aktienkapital

Gemäss Art. 3a der Statuten verfügt die Gesellschaft über ein bedingtes Aktienkapital. Die Erhöhung erfolgt durch Ausgabe von Aktien an Mitglieder der Geschäftsleitung und / oder des Verwaltungsrats der COMET Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften. Das Bezugsrecht wie auch das Vorwegzeichnungsrecht der übrigen Aktionäre sind ausgeschlossen. Die Ausgabe von Aktien oder diesbezüglichen Bezugsrechten an Mitarbeiter erfolgt gemäss einem vom Verwaltungsrat erlassenen Reglement. Die Ausgabe von Aktien und Bezugsrechten an Mitarbeitende und / oder Verwaltungsratsmitglieder kann zu einem unter dem Börsenkurs liegenden Preis erfolgen.

Im April 2015 wurden dem Verwaltungsrat der COMET Holding AG und der Geschäftsleitung der COMET Group für Gehaltsansprüche 2014 insgesamt 1 651 Aktien zugeteilt. Zudem wurde den Mitgliedern des Verwaltungsrats für die Zeitperiode vom 1. Januar 2015 bis zur Generalversammlung 2015 für Honoraransprüche insgesamt 84 Aktien zugeteilt. Unter Berücksichtigung der im Geschäftsjahr 2015 insgesamt 1 735 zugeteilten Aktien hat sich das bedingte Aktienkapital wie folgt verändert:

         
    2015   2014
  Anzahl Aktien Aktienkapital in CHF Anzahl Aktien Aktienkapital in CHF
1. Januar 24 246 242 460 26 224 262 240
Kapitalerhöhung aus Aktienzuteilung an Verwaltungsrat und Geschäftsleitung für Honoraransprüche und Erfolgsbeteiligung vom Vorjahr – 1 735 – 17 350 – 1 978 – 19 780
31. Dezember 22 511 225 110 24 246 242 460

Genehmigtes Aktienkapital

Die Gesellschaft verfügt per 31. Dezember 2015 über kein genehmigtes Aktien-kapital.

27.1 Bedeutende Aktionäre

Am 31. Dezember 2015 verfügte die Gesellschaft gemäss Offenlegungsmeldungen über folgende bedeutenden Aktionäre mit einem Stimmrechtsanteil von mehr als 3 % des im Handelsregister eingetragenen Aktienkapitals:

     
Wirtschaftlich Berechtigter Direkter Aktionär Stimmrechtsanteil gemäss Offenlegung
Garlito B.V., Amsterdam   5.09 %
Artisan Partners Limited Partnership, Milwaukee, USA Eric R. Colson Charles J. Daley Gregory K. Ramirez 5.08 %
Pictet Asset Management SA
(Direction de Fonds)
PICTET (CH) SWISS MID SMALL CAP 5.04 %
Vanessa Frey Beat Frey Brigitte Frey Alexandra Frey KWE Beteiligungen AG 5.01 %
BlackRock Inc. BlackRock Advisors (UK) Limited BlackRock Asset Management Canada Limited BlackRock Asset Management Schweiz AG BlackRock Fund Advisors BlackRock Fund Managers Limited BlackRock Institutional Trust Company, National Association BlackRock International Limited BlackRock Investment Management (UK) Limited BlackRock (Luxembourg) SA 4.98 %
Credit Suisse Funds AG   3.21 %
BlackRock Asset Management Schweiz AG BlackRock Global Funds - Swiss Small & MidCap Opportunities Fund, Zürich 3.04 %

Daneben sind der Gesellschaft keine weiteren Aktionäre mit einer Beteiligungsquote von über 3 % gemeldet worden oder bekannt. Soweit es der COMET Holding AG bekannt ist, bestehen keine Aktionärsbindungsverträge.

28 Aktienbezogene Vergütungen

Hauptelemente des Vergütungssystems

Das Vergütungssystem der COMET Group zielt darauf ab, hochqualifizierte Führungs- und Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Das Unternehmen ist bestrebt, Vergütungen festzusetzen, die den individuellen Grad an Kompetenz und Verantwortung im Unternehmen widerspiegeln und dem Vergleich zu anderen Arbeit-gebern standhalten.Dabei liegen die Schwerpunkte auf einer wettbewerbsfähigen Vergütung, einerseits mit einem fixen bar ausbezahlten Gehaltsanteil und andererseits einem erfolgsabhängigen Teil. Die Erfolgsbeteiligung wird für Mitglieder der Geschäftsleitung bis zur Hälfte im Sinne einer langfristigen Vergütungskomponente in Form von Aktien ausbezahlt. Für die übrigen Mitarbeitenden wird die Erfolgsbeteiligung in bar ausbezahlt. Das Vergütungssystem des Verwaltungsrats beinhaltet keine erfolgsabhängige Komponente.

Die eingesetzten Elemente der Vergütung berücksichtigen kurz- und langfristige Aspekte einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung. COMET ist überzeugt, mit diesen Leitlinien eine wirkungsvolle Verknüpfung zu erreichen zwischen einem an Erfolg orientierten Vergütungsprogramm sowie der Schaffung nachhaltiger Werte für die Aktionäre.

Vergütung Verwaltungsrat

Damit die Unabhängigkeit des Verwaltungsrats bei der Aufsicht über die Geschäftsleitung sichergestellt ist, erhalten die Verwaltungsräte ausschliesslich ein fixes Honorar, das zu 75 % in bar und zu 25 % in Aktien ausbezahlt wird.

Vergütung Mitglieder der Geschäftsleitung

Die Vergütung der Mitglieder der Geschäftsleitung umfasst einen fixen Gehaltsanteil sowie eine Spesenpauschale. Zusätzlich zum fixen GehaltsanteiI sieht das Entschädigungsreglement eine erfolgsabhängige Entschädigungskomponente vor, die bis zur Hälfte in Aktien bezogen werden muss. Abgangsentschädigungen sind nicht vorgesehen.

Berechnung Bezugspreis für Aktienbezüge

Der Bezugspreis der Aktien basiert auf dem durchschnittlichen Wert der Aktie zwischen dem Zeitpunkt der Bilanzpressekonferenz und der Generalversammlung abzüglich eines Einschlags von 36 %. Der Einschlag soll einerseits der verzögerten Entschädigung und andererseits den mit der Sperre verbundenen Kursrisiken Rechnung tragen. Die abgegebenen Aktien unterliegen ab dem Zeitpunkt der Zuteilung einer Sperrfrist von drei Jahren. Während dieser Sperrfrist können die Aktien nicht verkauft werden. Alle anderen Aktionärsrechte, insbesondere das Recht auf Auszahlung einer Dividende und das Recht auf Teilnahme an der Generalversammlung, sind auch während der Sperrfrist gewährleistet.

Verbuchte Aufwendungen

Der für aktienbasierte Vergütungen im Geschäftsjahr erfasste Aufwand beträgt 480 TCHF (Vorjahr: 1 363 TCHF). Der Betrag enthält 67 TCHF für bereits 2015 an den Verwaltungsrat zugeteilte Aktien (84 Aktien zum Börsenkurs von 806 CHF) und 413 TCHF für 2015 verdiente Aktien von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung, die erst 2016 zugeteilt werden.

29 Entschädigung von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung

Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen werden zu marktkonformen Konditionen (at arm's length) abgewickelt. An die Mitglieder der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrats wurden folgende Entschädigungen geleistet:

     
in TCHF 2015 2014
Barvergütung inkl. Sozialleistungen 2 823 2 992
Beiträge an Personalvorsorgeeinrichtungen 339 293
Aufwand für aktienbezogene Vergütungen 492 1 318
Total Entschädigungen 3 654 4 604

Zusätzliche Vergütungen als Entgelt für juristische Beratung

Im Geschäftsjahr wurden von der Rechtsanwaltskanzlei Notter Mégevand & Partner Leistungen in der Höhe von 30600 CHF (Vorjahr: 36 500 CHF) in Rechnung gestellt. Hans Leonz Notter ist Partner der Rechtsanwaltskanzlei Notter Mégevand &  Partner in Bern, Freiburg und Genf, deren Mitglieder juristische Dienstleistungen und Rechtsberatungen für die COMET Group erbringen.

30 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Werte in der konsolidierten Jahresrechnung haben.

31 Beantragte Ausschüttung an die Aktionäre

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung, eine Ausschüttung an die Aktionäre aus den Reserven aus Kapitaleinlagen von 11.00 CHF (Vorjahr: 11.00 CHF) je Namenaktie vorzunehmen. Insgesamt beträgt die vorgeschlagene Ausschüttung 8 512 TCHF (Vorjahr: 8493 TCHF).

32 Freigabe der Konzernrechnung zur Veröffentlichung

Der Verwaltungsrat hat die vorliegende Jahresrechnung am 3. März 2016 zur Veröffentlichung freigegeben und wird diese der Generalversammlung vom 21. April 2016 zur Genehmigung vorlegen.