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Bericht zum Geschäftsjahr

Die COMET Group behauptete sich 2015 in einem herausfordernden Umfeld gut. Mit einem Umsatz von 282.3 Mio. CHF und einem Reingewinn von 17.1 Mio. CHF erzielte sie nach dem Rekordjahr 2014 das zweitbeste Resultat ihrer Geschichte. Zudem stellte sie wichtige Weichen für die langfristige Zukunft.

Die COMET Group konnte sich im anspruchsvollen Umfeld 2015 gut behaupten. Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses von 1.20 CHF, die schwächelnde Wirtschaft in Asien und die nachlassende Nachfrage aufgrund tiefer Rohstoffpreise erschwerten jedoch die Fortsetzung des starken organischen Wachstums. Andererseits beeinflusste die Akquisition von PCT Engineered Systems das Wachstum positiv. Die COMET Group erzielte 2015 das zweitbeste Resultat ihrer Geschichte. Der konsolidierte Nettoumsatz lag bei 282.3 Mio. CHF (2014: 287.9 Mio. CHF) und der operative Gewinn bei 35.7 Mio. CHF (2014: 39.8 Mio. CHF). Der Reingewinn entwickelte sich erwartungsgemäss und betrug bedingt durch Einmaleffekte 17.1 Mio. CHF (2014: 26.3 Mio. CHF). Trotz hohen Investitionen ins ebeam Geschäft gelang es, weiterhin eine Rendite über den Kapitalkosten zu generieren und die Nettoverschuldung dank starkem operativem Cashflow von 12.6 % zum Umsatz (2014: 10.6 %) vollständig abzubauen. Mit einer Eigenkapitalquote von 63.4 % verfügt die COMET Group zudem über eine starke Bilanz.

Heterogene Marktentwicklung

Die COMET Group erlebte 2015 eine unterschiedliche Entwicklung in ihren Märkten. Plasma Control Technologies (PCT) konnte sein Geschäft mit Grosskunden im Halbleiter- und Flachbildschirmmarkt ausbauen und mit 111.9 Mio. CHF einen Rekordumsatz erzielen (2014: 105.8 Mio. CHF). Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses von 1.20 CHF, die schwächelnde Wirtschaft in Asien und die nachlassende Nachfrage infolge tiefer Rohstoffpreise erschwerten jedoch die Fortsetzung des Wachstums in den übrigen Segmenten. X-Ray Systems (IXS) bekam neben der Aufwertung des Schweizer Frankens vor allem den Einbruch im chinesischen Reifenmarkt zu spüren. Der Umsatz sank auf 101.4 Mio. CHF (2014: 124.7 Mio. CHF). X-Ray & ebeam Technologies (XET) war durch die hohe Fertigungstiefe in der Schweiz ebenfalls vom starken Schweizer Franken betroffen. Die geringen Investitionen etwa in die Prüfung von Pipelines infolge tiefer Öl- und Gaspreise belasteten das Geschäft zusätzlich. Dank der Akquisition des amerikanischen Systemherstellers PCT Engineered Systems LLC stieg der Umsatz auf 81.6 Mio. CHF (2014: 74.1 Mio. CHF), bereinigt um Akquisition (17 %) und Währungseffekte (– 4 %) sank er jedoch um 3 %. Insgesamt resultierte auf Gruppenstufe ein Umsatzrückgang von 1.9 % auf 282.3 Mio. CHF. Die Akquisition wirkte sich mit 4.4 % positiv aus. Die positive Entwicklung des Dollars (+ 2.7 %) kompensierte die negative Entwicklung des EUR-CHF-Kurses (– 4 %) nur zum Teil.

Erneut Mehrwert generiert; Akquisition belastet Ergebnis

Insgesamt zeigte sich die operative Ertragslage der Gruppe robust. PCT steigerte seine EBITDA-Marge von 17.3 % auf 19.3 %. IXS konnte seine Bruttomarge weiter verbessern und die EBITDAMarge von 12.9 % halten. Bei XET schlugen sich neben negativen Währungseffekten vor allem die hohen Investitionen in ebeam inkl. der Akquisition nieder. Die EBITDA-Marge sank von 9.9 % auf 3.7 %. So schloss die Gruppe mit einem operativen Ergebnis von 35.7 Mio. CHF (2014: 39.8 Mio. CHF) und einer EBITDA-Marge von 12. 7 % (2014: 13.8 %). Bereinigt um Währungseffekte (1.0 %) und Akquisition (– 1.9 %) lag die EBITDA-Marge mit 13.6 % fast auf Vorjahresniveau. Der Reingewinn reduzierte sich auf 17.1 Mio. CHF (2014: 26.3 Mio. CHF). Wegfallende positive Steuereffekte von 6.1 Mio. CHF aus dem Vorjahr, einmalige Währungsumrechnungsverluste von 2.4 Mio. CHF sowie einmalige, akquisitionsbedingte Kosten von 3.5 Mio. CHF überwogen die einmalige Steuergutschrift von 1.5 Mio. CHF im Jahr 2015. Mit 11.7 % konnte die Kapitalrendite weiter über den Kapitalkosten gehalten werden. Bereinigt um die Akquisition sowie die dies- und vorjährigen Steuereffekte lag der Economic Profit mit 5.6 Mio. CHF auf Vorjahresniveau.

Strategie auf Kurs – wichtige Basis für die Zukunft geschaffen

Die COMET Group weist seit 2012 starkes Wachstum aus. Zu konstanten Währungen erreichte sie das 2012 gesteckte Ziel, bis 2015 um 40 % auf einen Umsatz von 300 Mio. CHF zu wachsen. Neue Kunden wurden dazugewonnen, bestehende Kundenbeziehungen vertieft. Mit der Technologiegruppe Bühler und dem Messtechnikkonzern Hexagon wurden starke Partner für potenzielles weiteres Wachstum gewonnen. Die Investition in die Vermarktung der innovativen Produkte und Technologien trug Früchte: Die Bruttomarge bei IXS und PCT wurde verbessert, neue Produkte wurden lanciert und Märkte fokussierter bearbeitet. Wesentliche Fortschritte erzielte die Gruppe auch im ebeam Geschäft. Tetra Pak stellte im Rahmen des Rollouts an der Fispal erstmals die marktreife, mit ebeam ausgerüstete Abfüllanlage vor. Mit Bühler ging COMET eine strategische Partnerschaft zur Entwicklung neuer Anwendungen im Bereich der Inaktivierung von Trockennahrung ein. Mit der Akquisition von PCT Engineered Systems konnte COMET zudem ihr Produktportfolio erweitern und direkten Zugang zu Endkunden erschliessen. Um auch künftig starkes Wachstum fortsetzen zu können, reichte COMET ein Gesuch für einen Erweiterungsbau in Flamatt ein. Der Bau, der auf 60 Mio. CHF veranschlagt ist, soll Mitte 2018 bezugsbereit sein.

Forcierung der Investitionen in strategische Initiativen belastet vorübergehend die Profitabilität

Mit ihrer Strategie 2020 fokussiert die COMET Group weiter auf starkes, profitables Wachstum dank neuen Anwendungen, der Bündelung bestehender Kompetenzen sowie einer noch stärkeren Zusammenarbeit mit Schlüs-selpartnern. Entscheidend ist dabei eine zeitgerechte und erfolgreiche Realisierung der attraktiven Geschäftsmöglichkeiten im Bereich ebeam, Internet of Things und Metrologie. Bis 2020 hat sich die COMET Group zum Ziel gesetzt, einen Umsatz von 500 Mio. CHF und eine EBITDA-Marge von 16 % – 18 % zu erreichen. Für 2016 geht die COMET Group von weiterhin herausfordernden Marktbedingungen aus. Verwaltungsrat und Management haben deshalb entschieden, die erfolgversprechendsten strategischen Initiativen beschleunigt voranzutreiben und geplante Investitionen vorzuziehen. Im Fokus stehen bei den strategischen Initiativen neue ebeam Projekte im Food- und Digitaldruckbereich sowie zusätzliche Investitionen ins Produktportfolio der Gruppe im Hinblick auf verschiedene vielversprechende Anwendungen. Parallel dazu werden Initiativen zur Steigerung der operativen Exzellenz beschleunigt vorangetrieben, insbesondere im Bereich Supply Chain. Die COMET Group hat sich zu diesem Zweck auch personell verstärkt und will damit frühzeitig gute Voraussetzungen zur Zielerreichung und erfolgreichen Umsetzung der Strategie 2020 schaffen. Dieses Programm hat 2016 vorübergehend eine Reduktion der EBITDA-Marge von zwei Prozentpunkten zur Folge. Vor diesem Hintergrund geht die Gruppe für 2016 von einem Umsatzwachstum auf 300 – 320 Mio. CHF bei einer EBITDA-Marge von neu 11 % – 13 % aus.

Unveränderte Dividende

Der Verwaltungsrat beantragt an dernächsten Generalversammlung eine verrechnungssteuerfreie Kapitaleinlageausschüttung von 11 CHF pro Aktie (2014: 11 CHF). Dies entspricht einer Ausschüttung von 50 % des Reingewinns.

Verstärkung des Verwaltungsrats

Neben den Wiederwahlen stehen im Verwaltungsrat der COMET Holding AG personelle Veränderungen an: Hans Leonz Notter steht nicht mehr für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung. Er hat in den letzten 26 Jahren einen ausserordentlich wertvollen Beitrag zur Entwicklung von COMET geleistet. Dafür danken wir ihm herzlich! Wir freuen uns, Dr. iur. Mariel Hoch als neue Verwaltungsrätin und Mitglied des Vergütungsausschusses vorzuschlagen. Dr. Hoch ist Anwältin bei Bär & Karrer in Zürich und verfügt über ein breites Wissen in Wirtschaftsrecht und Personalfragen. Um die attraktiven Potenziale der Gruppe zu heben und der zunehmenden Komplexität Rechnung zu tragen, findet der Verwaltungsrat es wichtig, sich personell zu verstärken. Er schlägt daher vor, sein Gremium ab 2016 um ein Mitglied aufzustocken und Dr. Franz Richter als profunden Kenner der für die COMET Group immer wichtiger werdenden Halbleiterindustrie zusätzlich in den Verwaltungsrat zu wählen.

Dank

Unser Dank gilt den Aktionären, Geschäftspartnern, Kunden und Lieferanten für die gute Zusammenarbeit in dieser anspruchsvollen Zeit. Ein spezieller Dank geht an unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die COMET mit ihrem grossen Einsatz immer weiter voranbringen.